Gehört und Gesehen - Control

14.03.2014The Brew

The Brew

Control

Jazzhouse Records (2014, CD)

Dem Logo und der Aufmachung nach zu urteilen, befinden sich The Brew mit ihrem neuen Album „Control“ irgendwo in den 80ern und frönen ihrer Rockmusik und dem, was man in den 80ern eben frönte. Tatsächlich besteht die Band aber erst seit 2005 und bringt ihr sechstes Studioalbum auf den Markt. Das britische Trio besteht aus Tim Smith und seinem Sohn Kurtis sowie Jason Barwick.

Hinsichtlich Songtitelvergebung haben The Brew definitiv Kreativität bewiesen, passend zum Albumtitel „Control“ heißen die zehn Songs schlicht wie die Bedienungselemente eines CD-Players, beispielsweise „Repeat“, „Eject“, „Mute“, „Pause“ und „Shuffle“. Trotzdem lädt der Titel „Skip“ aber keinesfalls zum Überspringen ein, sondern ist mit einer der stärksten Songs auf der Platte.

Trotz ungewöhnlicher Titelvergabe passen die Lyrics zur jeweiligen Namensgebung. „Take a moment to breathe (…) and then press pause“ heißt es so im – Überraschung – Song „Pause“.

Abgesehen von der Originalität der Songs und Texte, spielen The Brew bodenständige Rockmusik. Damit, den ersten Song „Repeat“ zu nennen, wird ein weiterer, sehr kluger Schachzug gespielt und gleich zu Beginn dazu aufgefordert, das Album nach Ende gleich von vorne anzufangen. Bei einer Spielzeit von 37 Minuten auch durchaus akzeptabel.

Auf „Control“ halten sich The Brew nicht mit unnötigem Schnick Schnack auf, das Album klingt ehrlich und durchdacht und generell für Liebhaber dieses Genres gemacht, denn der allgemeine „Wow!“-Effekt bleibt dann doch irgendwie aus.


Hanna Rühaak
(7 / 10 Pkt.)

Mehr:
www.the-brew.net
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