Gehört und Gesehen - Over

14.02.2014Frequency Drift

Frequency Drift

Over

Gentle Art Of Music (2014, CD)

Pink Floyd, Renaissance und Filmmusik auf einen Nenner bringen – das ist die Intention von Frequency Drift. Und das Ganze bitte auch noch schön experimentierfreudig. Diese Experimentierfreudigkeit zeichnet sich dadurch aus, dass sich die acht Musiker nicht auf einen Vokalisten festlegen, sondern gleich auf zwei Sängerinnen zurückgreifen. So wirklich Schwung bringt allerdings auch das nicht in die neuste Platte.

Mit „Over“ präsentieren Frequency Drift ihre achte Platte und haben sich für ihr neues Werk das Experiment als Konzept ausgesucht. Deswegen hat sich die Band gleich zwei Sängerinnen mit ins Boot geholt: Agathe Labus und Isa Fallenbacher – sowieso Sängerin der Band – leihen den Songs ihr Organ.

In Zart- und Reinheit stehen sich beide Stimmen in nichts nach, dennoch passiert einfach nicht viel auf der Platte. Die Songs sind ruhig und gediegen, zwar passend zur jeweiligen Stimme, aber eben auch etwas eintönig.

Fokus wird klar auf die Instrumente gesetzt, schließlich sind da auch zahlreiche vorhanden: Neben Standardinstrumenten wie Gitarre, Schlagzeug und Bass gibt es außerdem Unterstützung von Tasteninstrumenten, Harfe, Cello, Violine, Flöte und Gemshorn.

Das ist auf jeden Fall ein Aufgebot, das sich sehen lassen kann. Doch noch so viele Instrumente bringen einen nicht voran, wenn die Songs einen nicht so richtig an die Hand nehmen und in die Atmosphäre ziehen vermögen. Verlust, Verfall, Vergangenheit, aber auch Befreiung sollen die Songs ausdrücken, doch vor allem letzteres kann auf „Over“ nicht an den Hörer herangetragen werden.


Hanna Rühaak
(6 / 10 Pkt.)

Mehr:
www.frequencydrift.com
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