Gehört und Gesehen - Empire Bridges

31.01.2014Joseph Parsons

Joseph Parsons

Empire Bridges

Meer Music & Blue Rose (2014, CD)

Noch einmal gut gegangen: Mit 14 Jahren bekam Joseph Parsons Ärger mit dem Gesetz und bekam daraufhin in einer Arbeitsschule in den Bergen eine aufgezwungene Gelegenheit dazu, sein Leben wieder in die richtige Bahn zu lenken. Mit Erfolg, denn er reiste durch die Welt, um Musik zu machen, konnte sich Anfang der 90er Jahre als einer der ersten Singer und Songwriter in Philadelphia integrieren und kann nunmehr auf 18 Alben zurückblicken. Nun erscheint sein neustes Werk „Empire Bridges“.

Immer wenn man gerade denkt, dass die Melancholie der Songs Überhand gewinnt, kreiert Jospeh Parsons einen melodischen Lichtblick, fast wie ein Ausblick darauf, dass am Ende doch alles gut wird. Textlich scheint sich der US-Amerikaner da teilweise nicht ganz sicher zu sein: „Are we gonna change the world? Are we gonna take it back?“ ist eine Frage an die Zukunft, deren Antwort man sich nicht sicher sein kann.

„Give away the weight of the world, let it fly like a little bird“ ist immerhin ein guter Ratschlag, wie man mit seinem Leben umgehen soll, um vielleicht das erreichen zu können, das man will. Und in diesen Texten steckt immerhin 50 Jahre Lebenserfahrung, die Joseph Parsons in verschiedenen Ländern und Städten gesammelt hat.

In Pennsylvania geboren zog es den jungen Parsons zwischen Philadelphia und Louisiana hin- und her, bis es ihn nach Los Angeles, New York und Boston verschlug. Schließlich führte ihn seine Reise nach Barcelona und in andere Metropolen, wo er als Straßenmusiker durch Europa zog.

Seine professionelle Karriere startete er 1998, als er via Blue Rose sein Album „5 A.M.“ veröffentlichte. Es folgten natürlich weitere Alben, wie beispielsweise 2005 „The Vagabond Tales“ und ein Jahr später „The Fleury Sessions“.

Bodenständig und mit viel Herzblut widmet sich Joseph Parsons auf „Empire Bridges“ großen Themen zwischen Dunkelheit und Licht. Ob energetisch-laut oder melancholisch-ruhig – Joseph Parsons wechselt gekonnt zwischen den beiden Kontrasten und kann so die jeweilige Stimmung nicht nur lyrisch ausdrücken.


Hanna Rühaak
(7 / 10 Pkt.)

Mehr:
www.josephparsons.com
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