Gehört und Gesehen - Not Dead Yet

11.01.2014Still Bleak

Still Bleak

Not Dead Yet

District Records (2014, CD)

Ihr Debüt „What About Pursuit Of Justice“ erschien 2012, jetzt ziehen Still Bleak aus Ulm mit ihrem Longplayer “Not Dead Yet” nach. Die fünfköpfige Band vereint Punkrock mit Hardcoreelementen, wechselt zwischen Geshoute und cleanem Gesang. Hinter ihren Texten verbirgt sich auch einiges, denn über sie bringt die Band ihre politische Motivation zum Ausdruck.

Mit zweistimmigen Gesang unterstreicht das Quintett aus Ulm die Hardcore-/Punkrockmelodien. Dabei kommt der Ton allerdings des Öfteren von der richtigen Bahn ab, wenn er die richtige Spur denn überhaupt erst findet.

Mehr überzeugen können da die Gangshouts, die Songs an sich können nämlich auch nicht unbedingt mit Kreativität glänzen. So richtig im Ohr vermag da keiner hängen zu bleiben, obwohl durchaus Ansätze da sind, die nur etwas ausgebaut werden müssten.

Der Sound des Albums lässt stellenweise Jugendhauscharakter mitschwingen, der individuelle Stil ist noch nicht ganz gefunden. Klar, der Punkrock kann nicht neu erfunden werden, doch momentan würden Still Bleak noch unter den unzähligen anderen (kleinen) Punkrockbands untergehen.

Da es sich bei „Not Dead Yet“ um das Debütalbum der Band handelt, kann man natürlich über die ein oder andere Sache auch einfach einmal hinwegsehen. Potential ist jedenfalls da, doch da muss noch an einigen Stellen ein bisschen geschraubt werden.


Hanna Rühaak
(6 / 10 Pkt.)

Mehr:
www.stillbleak.de
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