Gehört und Gesehen - Head In The Dirt

05.09.2013Hanni El Khatib

Hanni El Khatib

Head In The Dirt

Vertigo Berlin (2013, CD)

An Hanni El Khatib kommt man in Punkrockkreisen kaum vorbei, der Name läuft einem gefühlt jeden Tag über den Weg. Das liegt wohl zum einen natürlich daran, dass er gerade seine neue Platte „Head In The Dirt“ veröffentlichte aber zum anderen wohl auch daran, dass diese Platte ziemlich gut ist.

„Head In The Dirt“ ist das zweite Album des Sänger und Songschreibers, der als Sohn palästinensisch-philippinischer Eltern in San Fransisco aufgewachsen ist. Vor seiner Karriere als Musiker war er sehr erfolgreich als Werbegrafiker tätig, hatte einen begehrten Job und ein sicheres Einkommen.

Doch dann musste er sich entscheiden: soll die Musik weiter ein Hobby bleiben? Wenn nicht, wollte er seine ganze Energie in eine Musikerkarriere stecken. Und für diese entschied er sich dann auch.

Bei Sängern und Songwritern denkt man meiste an bärtige Männer in karierten Baumwollhemden, die mit ihrer Akustikgitarre herzzerreißende, ruhige Lieder schmettern, Hanni El Khatib prescht dagegen mit lautem Garagenrock voran, mit einem angenehmen Hauch von The Doors und The White Stripes.

Seine Songs wurden bereits für Fernsehserien, Filme und TV-Spots genutzt, wie beispielsweise für eine Werbung von Nike. Für den 32-Jährigen ist das aber völlig okay – schließlich kann er so seine Miete bezahlen.

Mit „Head In The Dirt“ ist Hanni El Khatib ein wunderbarer Spagat zwischen massen- und werbetauglicher Musik und authentischer Musik gelungen, die in keinem Song an Charme verliert.


Hanna Rühaak
(9 / 10 Pkt.)

Mehr:
www.hannielkhatib.com
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