Gehört und Gesehen - Pieces

15.08.2013Someone´s Diary

Someone´s Diary

Pieces

Dreiklang Music (2013, CD)

Mit ihrem Debüt-Album “Pieces” fahren Someone´s Diary aus Berlin bereits große Geschütze auf: Ohne E-Gitarren und nur mit Akustik-Instrumenten bewaffnet schwimmen die sechs Musiker sprichwörtlich gegen den Strom. Doch wer ruhige, sanfte Klänge erwartet, irrt – das Sextett gibt auf der ersten Platte ordentlich Gas.

Der ruhige (und vergleichsweise schlaffe) Einstieg täuscht – bereits ab dem zweiten Song geht es im Schnellschritt zur Sache und lädt zum Tanzen ein. Doch mit verträumteren Klängen wird zwischendurch für eine Verschnaufpause gesorgt und dosiert die Abwechslung auf angenehme Art und Weise.

Acoustic Rock trifft die Beschreibung wohl ganz gut: Mit eingängigen Melodien und angerauter Stimme nehmen die Songs zunehmend an Fahrt auf, das Cello bringt zusätzlichen Pfiff. Die Gesangsmelodien sowie der Gesang an sich erinnern sogar teilweise an die US-amerikanische Punkrock-Band Sum 41.

Doch nur mit der einfachen Bezeichnung Acoustic Rock lassen sich Someone´s Diary nicht abspeisen: Die Swing- und Jazz-Elemente die eingebaut werden stehen dem Sextett gut.

Trotzdem wird auf Strom gänzlich verzichtet und nur mit Akustik-Instrumenten musiziert – „die lauteste Unplugged-Band der Welt“ heißt es in der Bandinfo.

Genrell bietet „Pieces“ reichlich Abwechslung im Mix verschiedener Musikstile und sorgt für die ein oder andere musikalische Überraschung. So macht das Zuhören Spaß!


Hanna Rühaak
(8 / 10 Pkt.)

Mehr:
www.someonesdiary.com
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