Gehört und Gesehen - Tribute To Perseverance

16.05.2013Eikostate

Eikostate

Tribute To Perseverance

Bullet Records / Soulfood (2013, CD)

Eikostate ist eine Rockband aus Barcelona, die ihr Debütalbum bereits im Herbst 2011 in ihrem Heimatland veröffentlichte. Jetzt ist „Tribute To Perseverance“ auch in Deutschland zu haben. Hier stellte sich das Quartett, das kraftvollen melodischen Rock mit leichtem Progressive-und Emo/Screamo-Touch spielte bereits Ende 2012 als support von Die Happy vor.

Das Besondere an Eikostate sind die feinen japanischen Einflüsse in ihrer Musik. Neben dem üblichen Rock-Instrumentarium kommen auch ein Taishogoto (eine Art japanisches Banjo), eine Shakuhachi (Bambuslängsflöte), ein Shamisen (Lauteninstrument) sowie das Saiteninstrument Kokuyu zum Einsatz. Zwar erfinden Eikostate die Rockmusik nicht neu, verstehen es aber, durch einige spannende kompositorische Facetten und nicht zuletzt mit dem Einsatz der beschriebenen Instrumente, für Akzente und letztlich auch relativ schnell für erhöhte Aufmerksamkeit zu sorgen.

Melodiöser Rock der Marke hart, fett und im opulent produzierten Breitwandformat mag heutzutage bei vielen nicht mehr wirklich zünden, vor allem wenn diese Musik von am deutschen Musikmarkt noch nicht etablierten Bands präsentiert wird, Eikostate haben aber das gewisse Etwas, das wird schon nach den ersten Songs von „Tribute To Perseverance“ deutlich.

Es mögen die „Catchy“-Melodien über das breite Instrumental-Fundament sein oder auch die markante Stimme von Leadsänger David Martinez, die nicht, wie bei vielen Rockbands rau-rotzig, sondern verhältnismäßig hoch und hell im Klang aus den Boxen kommt. Entfernt mag man sich bei einigen Passagen an Bands wie Coheed & Cambria und deren Sänger Claudia Sanchez erinnert fühlen.

Das Album ist „auf Größe im Sound“ produziert und gemischt. Dafür verantwortlich zeichnete neben Eikostate selbst Drew Mazurek verantwortlich, zu dessen Referenzen Arbeiten für Bands wie Linkin Park oder HIM zählen, was man dieser Platte stark anhört.

Eikostate dürften mit ihrem Debüt einem größeren und breitem Publikum gefallen, das sich auch gern Rock in Arenen oder auf Großfestivals anhört. Von austauschbar wirkenden Mainstream-Bands entfernen sich Eikostate jedoch auf recht angenehme Weise.

Vertrautes mit neuen Reizpunkten. Hörenswert.


Andreas Haug
(7 / 10 Pkt.)

Mehr:
www.eikostate.com
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