Gehört und Gesehen - Tears On Tape

25.04.2013HIM

HIM

Tears On Tape

Razor & Tie Label (2013, CD)

Drei Jahre sind vergangen, seit HIM ihr letztes Album veröffentlicht haben. Nun sind sie zurück: mit ihrem neuen Album „Tears On Tape“. Laut Aussagen von Sänger Ville Valo „steht der Titel für all die Tränen, die ihre Idole – wie zum Beispiel Black Sabbath, Kiss und Bon Jovi oder wer auch immer HIM dazu gebracht hat, Musik spielen zu wollen – auf ihren Bändern vergossen haben“.

Als melancholisch wurde das Album angekündigt und diese Bezeichnung ist auch ganz treffend. Ebenso die Beschreibung "Love Metal", die die Band eigens für ihre Musik erfunden hat, passt: für Metal eindeutig viel zu soft werden sich jedem Metal-Fan wohl die Nackenhaare aufstellen, wenn HIM in einem Atemzug mit Metal genannt wird.

„Tears On Tape“ klingt jedenfalls eher nach düsterem Pop mit viel Synthesizer und einer Prise Gothic. Generell ist das Album sehr ruhig, fast zu ruhig, nimmt aber nach ein paar Songs zumindest ein wenig an Fahrt auf, sodass man sich immerhin im Midtempo-Bereich befindet.

Dafür trumpft Frontmann Ville Valo gesanglich auf, mit seiner klaren und hellen aber starken Stimme erreicht er auch tiefe Töne, die bei anderen vermutlich klingen würden, als wären sie Jenseits von Gut und Böse.

HIM ist eine Band, an der sich viele Geister scheiden: die einen lieben sie bis aufs Blut, die anderen belächeln sie milde. Große Popularität und Erfolg kann keine der Parteien den Finnen absprechen. Mit „Tears On Tape“ können die Fans die Band weiter lieben – und die Kritiker getrost weiter nur milde lächeln.


Hanna Rühaak
(6 / 10 Pkt.)

Mehr:
www.universal-music.de/him/home

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