Gehört und Gesehen - Off To Dance

28.03.2013Fredrika Stahl

Fredrika Stahl

Off To Dance

Columbia / Sony Music (2013, CD)

Die in Frankreich lebende Schwedin Fredrika Stahl, 28 Jahre jung, wird rund um die Veröffentlichung ihres bereits vierten Albums „Off To Dance“ als „neue Königin eines träumerischen und subtilen Pop“ angekündigt, die das Erbe einer Kate Bush antreten könnte.

Die Sängerin, Pianistin und Gitarristin schreibt moderne, feinsinnige und gefühlvolle Pop-Songs und lässt dabei zuweilen auch Stilelemente aus dem Jazz einfließen einfließen. „Off To Dance“ wurde von Rob Ellis produziert, der auch zahlreiche unterschiedlich Instrumente mit einspielte oder sich um Streicherarrangements kümmerte. Zu den Referenzen von Rob Ellis zählen Arbeiten für Künstlerinnen wie unter anderem PJ Harvey, Marianne Faithfull und Anna Calvi.

Für die Umsetzung der Songs im Studio waren Musiker wie Ben Christophers von Bat For Lashes, Adrian Utley von Portishead und Tom Havelock von Cold Specks beteiligt.

Fredrika Stahl bewegt sich mit ihren anspruchsvollen, sensiblen wie intensiven Kompositionen in der Nähe von Künstlerinnen wie Kate Bush oder Regina Spektor, teilweise erinnern manche Songs auf „Off To Dance“ und deren Produktion auch ein wenig Tori Amos und deren Album „Abnormally Attracted To Sin“.

Auf „Off To Dance“ überwiegen die ruhigen, atmosphärischen Momente, Fredrika Stahl versteht es als Sängerin ihre mitunter traumhaft wirkenden Texte dem Hörer mit sehr viel Gefühl und Intensität zu vermitteln. Das Album wurde im Winter 2011 in Wales in einem Haus zwischen Schafen und einem kleinem Bach aufgenommen. Es sei eisig gewesen und habe unaufhörlich geregnet, was letztlich eine ganz sonderbare, fast mystische Stimmung erzeugt habe, wird das Arbeitsambiente in der Album-Info beschrieben.

Diese Umgebung kann man sich beim Hören der Platte gut vorstellen, allerdings auch einen angesagten, gut gefüllten Indie-Club, wo ein Song wie „We Are Whole“ wohl auch als Tanzflächenfüller funktionieren dürfte.

Ein rundherum exzellentes Werk. Verpufft auf längere Sicht ein wenig beim Nebenbeihören, entfaltet seine besondere Wirkung beim genre-zugeneigten Hörer voll und ganz in ruhigen Momenten, allein und nicht nur bei Regen.


Andreas Haug
(9 / 10 Pkt.)

Mehr:
www.fredrikastahl.com
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