Gehört und Gesehen - Lindsey Stirling

15.02.2013Lindsey Stirling

Lindsey Stirling

Lindsey Stirling

Universal Music (2013, CD)

Da kommt so aus dem Nichts eine junge Amerikanerin aus Kalifornien daher, um der gerade ziemlich angesagten Musikform Dubstep eine ganz neue Note zu verpassen. Violine und Dubstep passt auf den ersten Blick ja eher nicht zusammen, ist Dubstep rein elektronisch und die Violine ein Instrument, das eher in der Klassik vorzufinden ist.

Im Punk-Rock-Bereich ist es schon länger bekannt: die Violine ist ein ziemlich cooles Instrument! So haben beispielsweise schon Yellowcard und Oasis das Streichinstrument in ihren Songs eingesetzt. Also wieso eigentlich nicht auch den Dubstep mit den sanften Tönen verfeinern?

Lindsey Stirling nahm ganze zwölf Jahre lang Privatunterricht an der Violine, 2010 nahm sie in der Show „America´s Got Talent“ teil. Dort schaffte sie es als „Hip Hop-Violinistin“ bis ins Viertelfinale. Die Jury war der Meinung, dass Lindsey es ohne Verstärkung einer Band alleine nicht schaffen könnte, erfolgreich zu werden - das was sie kann sei zwar gut, aber würde nicht reichen.

Trotz des Tiefschlags gab Lindsey nicht auf und machte weiter, wurde von einem Produzenten entdeckt und alles andere nahm seinen Lauf. 1,5 Millionen YouTube-Fans und 230 Millionen Video-Klicks auf eben dieser Plattform sprechen wohl für sich.

Das Album wird nicht jedem gefallen – Dubstep bleibt immer noch Dubstep und ist nicht in Jedermanns Ohren beliebt. Aber die Violine und der zarte Gesang von Lindsey, der in einigen Songs zu hören ist, verleiht den eher harten elektronischen Klängen eine ganz zauberhafte Note.


Hanna Rühaak
(8 / 10 Pkt.)

Mehr:
www.lindseystirlingviolin.com
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