Gehört und Gesehen - Transition

27.01.2013Steve Lukather

Steve Lukather

Transition

Mascot Records / Rough Trade (2013, CD)

Wenn der Name Steve Lukather fällt, dann sieht man oft bei aktiven Musikern, insbesondere bei Gitarristen ein Leuchten in den Augen, zählt doch Lukather zu den weltweit besten Rock-, Pop-und Fusion-Gitarristen. Eine größere Allgemeinheit kennt Steve Lukather vor allem als Gitarrist der US-Band Toto. Als Studio-Gitarrist und Sideman sei er lt.Wikipedia auf rund 500 Millionen verkaufter Tonträger der unterschiedlichsten Solo-Künstler und Bands zu hören.

Mit Steve Lukather´s Solo-und Side-Projekten verhält es sich ähnlich, wie teilweise mit Live-Shows der Band Toto vor gut zehn Jahren: Man weiß nie so recht, wohin das Pendel schlägt. Bekommt man eher virtuose, leicht flippig-schräge, technokratisch-frickelige Musik im Jam-Stil mit vielen Soli geboten oder liegt der Schwerpunkt auf kompakten, klar strukturierten Songs?

Steve Lukather kann beides. Frickeln und kompakte, melodiöse Rock-Pop-Songs schreiben, denn Lukather ist nicht nur ein begnadeter Instrumentalist, sondern vor allem auch ein Songwriter mit einem Händchen für große Melodien, speziell auch für herzerweichende Balladen. Ein weit mehr als passabler Sänger ist er obendrein, ein sehr gefühlvoller sogar.

Auf „Transition“ besinnt sich Steve Lukather seiner großen Talente als Songschreiber. Das Album beinhaltet schlüssige Songs, die zum Teil vor Kraft strotzen, zum Teil so unverschämt eingängige Refrains haben, dass sie schon beim ersten Hören sofort ins Ohr gehen und dort eine Weile bleiben. „Transition“ tendiert eher in Richtung Lukather zu Toto-Zeiten als Lukather mit der Session-/Jam-Band Los Lobotomys.

„Transition“ bietet amerikanischen Classic-Rock und -Pop, angereichert mit Fusion-und progressiven Elementen, griffig, zum Teil sonnig klingend, für ein eher breites Publikum, das wohl auch Toto Mitte/Ende der Achtziger oder in den frühen Neunzigern gern gehört hat, auf bekannt hohem Niveau und von Musikern wie unter anderem Leland Sklar, Chad Smith, Phil Collen, Nathan East, Lenny Castro und Gregg Bissonette inszeniert.

Natürlich spielt Steve Lukather hier und da auch eines seiner typischen Gitarrensoli mit seinem markanten Sound, aber eben dezent, songdienlich und nicht verfrickelt-verloren.

Ein gutes, aufgeräumtes und kompaktes Album.


Andreas Haug
(7 / 10 Pkt.)

Mehr:
www.stevelukather.net

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Steve Lukather - Ever Changing Times (2008)
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