Gehört und Gesehen - Garbage Man

27.01.2013Donkey Pilots

Donkey Pilots

Garbage Man

Dog Shit Ave Records (2013, CD)

Morgens 8.00 Uhr in Hannover, bereits den zweiten Kaffee getrunken, zum wachwerden erst einmal in die neuen CDs reinhören. Donkey Pilots sind wirklich eine Sache für sich – da denkt man gerade, einem fallen gleich die Augen einfach wieder zu - da hilft auch der Milchkaffee nicht mehr - und plötzlich verstecken sich mitten im Lied Parts, die einen wieder hellwach werden lassen. Leider sind diese Parts eher rar gesät, aber sei es drum, sie sind da, und das ist es, was vermuten lässt, dass doch mehr hinter der Band steckt, als sich beim ersten Durchhören vermuten lässt.

Buzz T, Mr. Reece, Tyler Bourbon und Hector Pascal lassen sich die vier Herren von Donkey Pilots rufen – macht man das noch so, dass man unter Pseudonymen auftritt? Ist so etwas nicht „viel zu 90er“? Laut Website stecken anscheinend ausgeklügelte Geschichten dahinter. Also bitte, jeder wie er mag.

Die Musik geht eher langsam voran, manchmal wirkt sie gar träge, zum Tanzen animieren soll sie vermutlich weniger. Die Animation geht eher Richtung „Augen schließen und alles bewusst wirken lassen“. Der etwas (zu) überbetonte Gesang von Hector Pascal ist vermutlich nicht jedermanns Sache.

„Garbage Man“ ist das Debütalbum der fünf Musiker, nach zwei Wechseln im Mitgliederbereich hat sich die aktuelle Besetzung gefunden. Eine breite Masse spricht die Musik nicht an, im Partymodus ist die Band auch nicht unbedingt. Erinnert eher an gemütliche Abende in einer Holzhütte vor dem offenen Kamin. Da ist ruhige Musik die im Hintergrund vor sich hin dudelt genau das richtige. Aber so ein Debütalbum lässt ja in den meisten Fällen immer etwas Luft nach oben.


Hanna Rühaak
(6 / 10 Pkt.)

Mehr:
www.donkeypilots.com
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