Gehört und Gesehen - Grandezza

12.10.2012Zeronic

Zeronic

Grandezza

Broken Silence (2012, CD)

Drei Jahre ist es her, seit die österreichische Band Zeronic ihr letztes Album „The Price Of Zeitgeist“ herausgebracht hat. Nun stehen sie mit ihrer neuen Platte „Grandezza“ in den Startlöchern, das in Wien und Italien aufgenommen wurde.

Der Sound der Österreicher ist eher gedeckt und ruhig, keine Ausbrüche, wohl eher zum Entspannen an einem Sonntag nach erledigtem Hausputz wenn es draußen regnet. Da erwischt man sich immer öfter dabei, wie man vom Zuhören abschweift und vielleicht sogar darüber nachdenkt, den Dachboden vielleicht doch gleich mit in Ordnung zu bringen oder die alten Zeitschriften unter dem Wohnzimmertisch auszusortieren und zum Altpapier zu bringen…Da gibt es irgendwie nichts, was einen wirklich fesselt oder in die Songs zieht.

Mit den ganz ruhigen Songs können Zeronic dann etwas mehr überzeugen: mit weichen Klängen, Geigen, Klavier und sanfter Gesangsstimme kann man schon fast ins Träumen geraten. Doch bevor man die Augen verträumt schließen und den Kopf in eine leichte Schrägstellung bringen kann, ist nicht nur der Song, sondern gleich das ganze Album vorbei.

Es wirkt ein wenig so, als würden Zeronic die Songs nutzen, um den Sound dieser Platte zu finden. Was am Ende auch gelingt – doch dann ist das ganze Spektakel plötzlich vorbei. Schade, denn diese ruhigen und verträumten Songs stehen der Band ziemlich gut.


Hanna Rühaak
(5 / 10 Pkt.)

Mehr:
www.zeronic.net
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