Gehört und Gesehen - Babel

29.09.2012Mumford & Sons

Mumford & Sons

Babel

Gentlemen Of The Road / Cooperative Music (2012, CD)

Sie haben sich ordentlich Zeit gelassen mit ihrem zweiten Album, die Herren von Mumford & Sons. Mit ihrem 2009 veröffentlichten Debüt tourte die britische Folk-Rock-Band zunächst ausgiebig und probierte schon mal zahlreiche Songs aus, die sich jetzt auf dem Nachfolger „Babel“ wiederfinden.

Mumford & Sons erfreuen sich stetig steigender Beliebtheit, mit ihrer Musik spielen sie sich in die Herzen alter und neuer Fans. Dabei ist das Ganze noch nicht einmal besonders modern oder gar hip. Die Band um Marcus Mumford, Ben Lovett, Winston Marshall und Ted Dwane spielt melodiösen Folk in einer recht traditionellen Form.

Da ist wenig Pop und schon gar kein Punk, zeitweise ein Prise Rock, aber eigentlich ist das ursprüngliches Folk-Songwriting, was die Band hier auf „Babel“ bietet. Markant ist der mehrstimmige Gesang und interessant ist auch der Umstand, dass Mumford & Sons ohne großen Einsatz von Percussion-Instrumenten oder Schlagzeug auskommen. Die etwas flotteren und sehr eingängigen Songs, wie etwa der Ohrwurm „I Will Wait“ werden rhythmisch sehr stark von Akustikgitarren und Banjo getragen. Letzteres steht im Klangbild vieler Songs in vorderer Reihe.

Trotz der Traditionspflege ist das Album modern produziert, ab und an ist auch mal eine E-Gitarre zu hören, ansonsten ist „Babel“ recht einfach gehalten. Ob Balladen, Mid-oder Uptempo-Nummern, hier stehen gute Songs und sehr gute Musiker im Mittelpunkt des Geschehens. Dass es mehr kaum braucht, um eine breite Hörerschaft zu begeistern, dafür liefern Mumford & Sons auch mit diesem Album den Beleg.


Andreas Haug
(7 / 10 Pkt.)

Mehr:
www.mumfordandsons.com
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