Gehört und Gesehen - Bang Bang Boom Boom

29.09.2012Beth Hart

Beth Hart

Bang Bang Boom Boom

Mascot Records/ Rough Trade (2012, CD)

Beth Hart? Bei dem Namen klingelt zwar irgendwas aber ich weiß zum Geier nicht wo! Auch die Else, die sich in Strapsen auf dem Cover räkelt bringt keine Erleuchtung, ist aber immerhin schön anzusehen. Also muss eine bekannte Suchmaschine ran, zack! Jetzt bimmelt´s.

Beth Hart ist eine amerikanische Sängerin, die zuletzt durch ihre Zusammenarbeit mit Joe Bonamassa im Gespräch war. Irgendwann in der Steinzeit hat die Dame auch mal „Star Search“ gewonnen. Mittlerweile lebt die 40 jährige Musikerin in Los Angeles und macht die Musik, die ihr offenbar am besten liegt.

Das ist souliger Bluesrock, der sich mal katzenhaft einschmeichelt und ab und an auch die Krallen ausfahren kann. In Zeiten, in denen ursprünglich rockige Damen auf Elektropop umsatteln um eine Chartplatzierung zu ergattern ist die organische Musik der Amerikanerin eine Wohltat für die Ohren. Abwechslungsreichtum ist nicht unbedingt die Stärke dieser Veröffentlichung, warum auch, wenn man groovenden Bluesrock hören möchte.

Besonders starke Songs sind das hitverdächtige „Thru The Window Of My Wind“ oder auch der Opener „Baddest Blues“. Frau Hart versteht ihre geniale Stimme so einzusetzen, dass die den größtmöglichen Effekt bringt. Die tolle Produktion des Albums durch Kevin Shirley und die gute Backband fügen sich nahtlos in ein stimmiges Gesamtbild ein.

Fazit: Tolles Album im stilistisch eng gestrickten aber fantastisch sitzenden Abendkleid.


Jan Hagerodt
(8 / 10 Pkt.)

Mehr:
www.bethhart.com

Weitere oder ähnliche CD/DVD-Besprechungen:
Beth Hart & Joe Bonamassa - Seesaw (2013)
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