Gehört und Gesehen - Lines You Should Not Cross

30.08.2012Kilians

Kilians

Lines You Should Not Cross

Grand Hotel van Cleef (2012, CD)

Wenn man sich die Kilians anhört, würde der Großteil wohl seine Großmutter darauf verwetten, dass diese Jungs aus England kommen. Britpop at its best, typisch britischer Sound und vorallem der Gesang erinnert sofort an Bands von der Insel. Aber nein, lieber nicht so leichtsinnig mit der Großmutter umgehen, denn die Kilians sind in deutschen Gefilden zuhause, in Dinslaken am Rande des Ruhrgebiets, um genau zu sein.

2007 brachte die Band ihr erstes Album auf den Markt und seitdem ging es im Galopp steil bergauf: Plattenvertrag bei Universal, 1LIVEKrone-Nominierungen für „Bester Newcomer“ und „Bester Liveact“ und eine Einladung von niemandem geringeren als Coldplay, um einige Shows für die Superstars zu eröffnen. Das muss einem auch erst einmal nachgemacht werden. Nun stehen die Kilians mit ihrem neuen Album „Lines You Should Not Cross“ in den Startlöchern.

Musikalisch gesellen sich die Kilians zu Bands wie Mando Diao und The Kooks. Das Rad wird von den Kilians nicht neu erfunden, aber trotzdem klingt der Sound der Platte recht frisch und animiert zum Mitschunkeln und Fans der Musikrichtung wohl auch zu mehr. Die Songs sind eine bunte Mischung aus ruhigem und schnellem Tempo, Pop- und Rockelementen, Mitsing- und Mitklatschparts.

Mittlerweile haben sich die Kilians von Universal getrennt und sind auf dem Label Grand Hotel van Cleef vertreten – Tomte-Frontmann Thees Uhlmann hatte die Band damals entdeckt. Drei Jahre sind seit dem letzten Album vergangen und nun sind die Kilians zurück. Man darf gespannt sein, wie groß der Markt für diese Musikrichtung in Zeiten der Elektro- und Dubstepbeats noch ist. In ihrem Genre ist die Band auf jeden Fall eine gute Nummer.


Hanna Rühaak
(7 / 10 Pkt.)

Mehr:
www.the-kilians.de
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