Gehört und Gesehen - Hot Cakes

13.08.2012The Darkness

The Darkness

Hot Cakes

Pias Recordings (2012, CD)

Lange war es still um die Hard-Rocker aus Cambden, die Band musste die letzten Jahre mit einigen Problemen kämpfen: nachdem die Band einen Senkrecht-Start hinlegte und nur über Mundpropaganda eine solche Fanbase aufbaute, dass sie ohne Plattenvertrag in der Tasche ganze Theater füllten, verkauften The Darkness ihr Debütalbum weltweit drei Millionen Mal, gewannen drei Brit Awards und wurden so zu einer der größten britischen Band des Moments.

Doch auf die Glanzzeiten folgen deutlich dunklere Tage: Bassist Frankie Poullain wird aus der Band geworfen, das Nachfolgealbum knüpft nicht an den Erfolg des Debüts an und Sänger Justin Hawkins soll Berichten zufolge seine Nase gerne mal in weiße Wolken stecken, verlässt The Darkness und bricht gleichzeitig mit seinem Bruder Dan. Doch langsam fanden die beiden Brüder wieder zusammen und beschlossen, The Darkness erneut aufleben zu lassen - in Originalbesetzung. „Es war schon aufregend“, erzählt Sänger Justin. „Es gab die allgemeine Sorge, dass wir uns gegenseitig verdreschen werden.“ Lief allerdings ganz gut, niemand wurde verletzt und nun stehen die Briten mit ihrem dritten Album in den Startlöchern.

Wenn man sich die Musik der Hard-Rocker anhört, fühlt man sich automatisch in eine Rock-Oper versetzt. Einflüsse wie AC/DC, Queen und Led Zeppelin sind der Band deutlich anzuhören. Der zweite Song der Platte „Nothin´s Gonna Stop Us“ wirkt wie eine Kampfansage: The Darkness machen gleich klar, in welche Richtung es geht. Mit harten Gitarrenriffs und eingängigen Melodien geht es immer nach vorne, mal schnell, mal langsam, aber immer druckvoll. Eine gewisse Verrücktheit kann man den Songs nicht aberkennen, reichlich unterstrichen von der teilweise in enorme Höhen schellenden Kopfstimme des Sängers. Die ist manchmal allerdings etwas anstrengend und so kreischend, dass es einem fast in den Ohren wehtut. Aber da diese Stimme die Besonderheit des Frontmanns ausmacht, wird sie natürlich reichlich eingesetzt.

Nach all den Strapazen zeigen The Darkness in feinster Rockmanier, dass sie es immer noch drauf haben und rufen jedem mit hochgestreckter Faust und kreischender Kopfstimme ins Gesicht: Wir sind wieder da!


Hanna Rühaak
(7 / 10 Pkt.)

Mehr:
www.theactualdarkness.com
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