Gehört und Gesehen - The Road Gets Darker From Here

31.07.2012Gallon Drunk

Gallon Drunk

The Road Gets Darker From Here

Clouds Hill (2012, CD)

Stolze 15 Jahre haben Gallon Drunk aus London bereits auf dem Buckel, haben unzählige Bands wie „PJ Harvey“, „The Yeah Yeah Yeah´s“ oder „The Jim Jones Revue“ inspiriert und nun sind sie mit ihrem neuen Album „The Road Gets Darker From Here“ zurück. Das klingt nach einer Mischung aus Blues und Garage Rock ´n´Roll der alten Tage, herllich düster und irgendwie auch ein bisschen runtergekommen. Laut Sänger James Johnston war es das erste Mal, dass die Band mit einem Produzenten zusammengearbeitet hat. Dieser habe sie dabei unterstützt, neue Sachen auszuprobieren, die sie normalerweise nicht gemacht hätten.

Mit intensivem Gitarrensound im Vordergrund, rauer Stimme, Bass, Saxophon, Percussions und donnerndem Schlagzeug entsteht eine düstere und berauschende Atmosphäre und ein Mix aus klassischem Rock und experimentellem Blues. Mal wird es ruhig, mal deutlich rockiger und aggressiver. Johnston kommentierte das Album als „ziemlich wütend“, und diese Wut wird musikalisch recht präsent übertragen und ausgelebt. Für den Song „Stuck In My Head“ haben sich die Engländer Unterstützung von Marion Andrau geholt, ihres Zeichens Mitglied in der französischen Band „Underground Railroad“), wodurch der melancholische Sound noch einmal verstärkt wird.

Mit groovigen, düsteren Melodien in alter Rockmanier liefern Gallon Drunk ein gutes Comeback und zeigen, dass man auch als alteingesessene Band durchaus neue Wege wagen kann.


Hanna Rühaak
(7 / 10 Pkt.)

Mehr:
www.gallondrunk.com
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