Gehört und Gesehen - Tin Griots

29.06.2012Blanc

Blanc

Tin Griots

Jelly Records (2012, CD)

Da wird mal fix ein „k“ gegen ein „c“ ausgetauscht, aus der Band „Blank“ wird „Blanc“ und daraufhin ein neues Album auf den Markt gebracht.

Der Titel „?“ für das Intro wurde sehr passend gewählt: Eine japanisch-sprechende Stimme erklingt (jedenfalls tippe ich auf Japanisch) und da einige Menschen dieser Sprache nicht mächtig sind, zaubert dieses Intro gleich mal ein großes Fragezeichen ins Gesicht. Was erwartet einen da? Was einen da nun erwartet, kann man wohl am ehesten mit einer Mischung aus Punkrock und New Wave beschreiben. Der Stimme des Sängers Björn Grote hört man einen 80er-Jahre Einfluss an und die teilweise leicht schiefe, ab und an leicht abgedreht klingende Stimme verleiht den Songs noch einmal mehr an Charakter.

Blanc spielen sehr mit ihren Songs: Zwischendrin gibt es schnelle Tempowechsel, die Melodien variieren und man kann sich nie sicher sein, was nun als nächstes kommt. Blanc sind immer für eine kleine Überraschung gut: Kleine Einspieler versüßen die Songs, mal beginnen Blanc ziemlich ruhig, um plötzlich und ohne Vorwarnung so dermaßen loszubrettern und den 80er Jahre Punk raushängen zu lassen, dass man im ersten Moment fast ein wenig verdutzt, aber im Endeffekt begeistert ist.

Der Buchstabentausch soll also nicht weiter stören, denn egal mit welchem Buchstaben der Bandname nun letztendlich endet: Mit „Tin Griots“ haben die drei Jungs ein ziemlich starkes Album hingelegt.


Hanna Rühaak
(8 / 10 Pkt.)

Mehr:
www.blanc-x.de
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