Gehört und Gesehen - Drink it up!

14.06.2012The Bizzybones

The Bizzybones

Drink it up!

Eigenvertrieb (2012, CD)

Rock´n´Roll, Alcohol and Boobs haben sich die vier Hannoveraner von The Bizzybones auf die Fahne geschrieben und um genau diese drei Komponenten geht es auch ausschließlich in den Songs. Da geht es eher um den Spaß an der Freude und nicht darum, mit lyrischen Ergüssen die Welt zu verbessern. Dafür reichen Bierflaschen, Whiskey, Mädels und eben Rock ´n´Roll anscheinend allemal. Und das wird auch tatsächlich in jedem Song zelebriert. Lediglich der letzte Song „Zombie Boogie“ fällt ein wenig aus der Reihe, in dem es, wie der Titel bereits erahnen lässt, um Zombies geht. Inklusive Zombieschreie, Gewitter, Regen und allem, was zu einem Zombie-Szenario dazu gehört.

Ob man wirklich in fast jedem Lied das Wort “Rock ´n´ Roll“ einbauen und sich selber als „Kings of Rock´n´Roll“ abfeiern muss, sei einmal dahin gestellt. Der Sound kommt immerhin mit einer nicht zu verachtenden Portion Power daher, dazu die rotzige, raue Stimme des Sängers, die um richtig kratzig zu klingen wohl noch ein paar mehr Gläser Whiskey benötigt, aber sich trotzdem hören lassen kann. Passend zum Biker-Flair den The Bizzybones aus den Boxen dröhnen lassen gibt´s dann auch gleich im Intro ein paar Motorradgeräusche um die Ohren geballert. Der typischen Rock´n´Roll-Beats mit coolen Riffs an der Gitarre und ordentlich Wums hinterm Schlagzeug bringen noch einmal Stimmung ins heimische Wohnzimmer, auch wenn es etwas an einem Song mangelt, der sofort im Ohr bleibt. Für eine eher unbekannte Band muss außerdem wirklich besonders hervorgehoben werden, dass das Album ziemlich gut produziert ist.

Auf „Drink it up!“ werden so ziemlich alle Rock´n´Roll-Klischees bedient, was aber auch vollkommen legitim ist. Der Titel ist auf jeden Fall in aller Munde - vielleicht sollte man sich einfach mal spaßeshalber die Zeit nehmen und nachzählen, wie viele Biere und Whiskeyflaschen denn von der Band lyrisch vernichtet und gefordert werden. Da ist man auf jeden Fall für längere Zeit beschäftigt! Auch wenn noch Luft nach oben ist: insgesamt haben die vier hannoverschen Jungs da wirklich gute Arbeit geleistet. Und wenn The Bizzybones jetzt noch von den lyrischen Klischees Abschied nimmt, kann es nur noch immer weiter bergauf gehen!


Hanna Rühaak
(7 / 10 Pkt.)

Mehr:
www.thebizzybones.de
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