Gehört und Gesehen - Burning Bridges

18.05.2012Holmes

Holmes

Burning Bridges

Black Star Foundation (2012, CD)

Die schwedische Band Holmes ist eine Band, die man glaube ich gar nicht wirklich nicht mögen kann. Die Musik kann man nämlich mit einem simplen Wort beschreiben: Schön. „Schön“ als Beschreibung hat dem Rolling Stone Magazine nicht ganz gereicht, und so wurde prompt ein neues Genre aus dem Ärmel gezaubert: Scandinavian Americana.

Die ruhige, fast zauberhafte Stimmung wird durch zusätzliche Akkordeons, Lap Steel Gitarren und Klaviertöne perfekt abgerundet. Als die ersten Töne von „Brothers“ erklingen, macht sich eine angenehme Stimmung breit und der zarte, melancholische Gesang von Sänger Johan Björklund könnte besser nicht passen. Ähnlich geht es dann auch weiter auf der Platte, immer schön ruhig, selten mal ein kleines bisschen schneller und lebendiger, wie beispielsweise in „I Will Never Be Free“ oder „Waiting“. Diese beiden Songs sind aber auch die einzigen „Ausbrüche“ auf dem Album. Schade, denn so schön ich die Lieder auch finde, spätestens nach vier Liedern reicht es dann irgendwie.

Für meinen Geschmack sind die Songs alle etwas zu ruhig und zu melancholisch. Wirklich Abwechslungsreich ist das Album auch nicht, weder die Instrumente noch die Gesangsmelodien variieren großartig. Instrumental und vor allem gesanglich gesehen haben Holmes hier wirklich eine starke Leistung gebracht, das steht außer Frage. Für meinen Geschmack könnte es aber ruhig ein wenig abwechslungsreicher vonstattengehen. Nichtsdestotrotz haben Holmes musikalisch wirklich ein starkes drittes Studioalbum abgelegt, das man gerne mal zum Träumen in den CD-Player legen kann.


Hanna Rühaak
(8 / 10 Pkt.)

Mehr:
www.holmesareburningbridges.com

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Shirley Holmes - Heavy Chansons (2011)
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