Gehört und Gesehen - Bridge Of Disorder

06.12.2011Killerfix

Killerfix

Bridge Of Disorder

Dust On The Tracks Records (2011, CD)

Killerfix kommen aus London und präsentieren uns ihre Version von modernem Metalcore. Mit nur acht Songs soll ihr Debütalbum Bridge Of Disorder vor allem vom Sound her Maßstäbe setzen. Soweit die Künstlerinfo.

Leider ist es besonders der Sound, der mich nicht aus dem Sessel werfen kann. Der ist gewöhnlich und unglaublich platt. Klanglich als auch kompositorisch bewegt sich die Band im Stile von Machine Head Anfang 2000. Midtempo-Grooves und relativ simpel gestrickte Songaufbauten führen relativ schnell zu einer Ermüdung der Gehörgänge.

Lediglich die kurz eingeworfenen cleanen Parts („Someone Else To Blame“) wissen eine gewisse Begeisterung für diese Kapelle zu wecken. Sänger Craig Wilson ist zudem noch lange nicht am Zenit der möglichen Leistungsgrenze angekommen. Die Lead Gitarren können dieses Manko durch schicke Soli teilweise wettmachen, unterm Strich ist der Gesang aber zu schwach und ausdruckslos.

Killerfix haben teilweise schöne Ansätze und mischen auch eine Vielzahl von guten Gitarrenideen unter, dennoch wirkt diese Platte blass. Von einem Debütalbum in diesem Musikgenre erwartet man mehr Dampf unterm Kessel und verzichtet dafür lieber auf kompositorische Großspurigkeit.

Mehr Originalität und Mut hätte diesem Album zum Weg aus der Mittelmäßigkeit verhelfen können.

Fazit: Bridge Of Disorder ist weder Killer noch Totschläger. Es reicht maximal zum leichten Bluterguss.


Jan Hagerodt
(5 / 10 Pkt.)

Mehr:
www.killerfix.com
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