Gehört und Gesehen - Heavy Chansons

11.11.2011Shirley Holmes

Shirley Holmes

Heavy Chansons

Setalight / Rough Trade (2011, CD)

Ein wirklich flotter musikalischer Dreier, den die beiden Damen und der Herr von der Berliner Band Shirley Holmes auf „Heavy Chansons“ abgeben.

Die Band scheint auffallen zu wollen, sowohl musikalisch als auch optisch. Schon das gelb-pinke Coverartwork erinnert an Punk-und New-Wave-Zeiten der späten Siebziger und frühen Achtziger. Erste Assoziation: B 52´s oder sowas in der Art. Rau, pulsierend, energiegeladen, tanzbar und zuweilen zum Zappeln, gepflegtem Ausflippen oder schlicht zum Rocken geeignet, das ist auch die Musik, die Shirley Holmes auf sehr frische Art und Weise hier anbieten.

Zwei Gesänge, Gitarre, Bass, Schlagzeug, ein bisschen Synthesizer und Elektronik und das Ganze auf „Heavy Chansons“ kernig und zuweilen auch rotzig aufbereitet. Mal deutsche, mal englische Texte, das ist eigentlich eher gegen die Spielregeln, wenn es um eine klare Imagedefinition einer Band geht, aber das muss man im Fall von Shirley Holmes nun wirklich nicht so eng sehen.

Rock, Rock´n´Roll, Grunge, Punk, Indie, die Band um Sängerin und Gitarristin Mel, Sängerin und Bassistin L und Schlagzeuger Steppo mischt viele Zutaten in ihren feurig-würzigen Eintopf, ohne dabei den Faden zu verlieren. Man könne sich auch einfach Ideal und Mudhoney beim Schlammcatchen vorstellen, bemerkt die Medieninfo in diesem Zusammenhang.

„Heavy Chansons“ ist temporeich, rund und sperrig zugleich, tanzbar und mit vielen griffigen Melodien versehen. Über weite Strecken macht diese Platte einfach Spaß und ist auch gut geeignet mit ihr gut gelaunt und aufgeweckt in den Tag zu starten.


Andreas Haug
(7 / 10 Pkt.)

Mehr:
www.shirleyholmes.de
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