Gehört und Gesehen - Bite Of The Fox

07.07.2011It´s M.E.

It´s M.E.

Bite Of The Fox

Moon Sound Rec./New Music Distribution (2011, CD)

Auf It´s M.E. kann man sich verlassen. Seit Ende der Neunziger veröffentlicht das Duo um Martina Maschke und Ecki Hüdepohl alle ein, zwei Jahre eine neue CD. It´s M.E. treten live zuweilen auch als Trio oder in kompletter Bandbesetzung auf.

Das neue Album „Bite Of The Fox“ haben It´s M.E. vom Grundgerüst in Trio-Besetzung eingespielt. Zu Martina und Ecki gesellte sich auch Drummer, Sänger, Perkussionist und Harp-Spieler Werner Löhr. Musikalische Gäste auf dem Album sind Heike Busche (Kontrabass) und Gitarrist Marc Hothan.

Zwölf Eigenkompositionen sind auf „Bite Of The Fox“ vertreten, Songs die stilistisch im Wesentlichen die Bereiche Blues, Boogie, Soul, Pop, Rock und Rock´n´Roll abdecken, was die ganze Sache zu einem abwechslungsreichen und kurzweiligen Hörerlebnis macht.

Dass It´s M.E. auf musikalisch hohem Niveau musizieren ist schon lange kein Geheimnis mehr und dass Alben, auf denen die Band mit eigenen Songs aufwartet, besondere Beachtung verdienen, weiß der langjährige Kenner und Fan auch. Mit dieser Veröffentlichung feiern It´s M.E. gleichzeitig ihr 20-jähriges Bestehen. Die Band präsentiert sich routiniert, aber frei von Abnutzungserscheinungen.

Wo andere Bands irgendwann in der Altherren-Rock-Liga agieren und CDs mit eher musealem Charakter abliefern, kann man It´s M.E. als trendunabhängige und verhältnismäßig frisch klingende Band charakterisieren, die ihren eigenen Sound hat, dabei auch ganz fein durchklingen lässt, wo die musikalischen Einflüsse liegen dürften.

So kommt das Orgel-Solo im rockigen Opener „Bite Of The Fox“ einem lieben Gruß an Deep-Purple-Organist Jon Lord gleich, das mit einem Akkordeon klanglich aufgefrischte „Your Not A Better One“ erinnert ein wenig an den Stil von The Hooters, bei „Some Peace Of Mind“ mag vor dem geistigen Auge auch Bruce Hornsby im Studio sitzen, die kraftvolle Ballade „It Ain´t Easy“ versetzt den reiferen Musikhörer zurück ins Jahr 1977 als Jackson Browne sein berühmtes Live-Album „Running On Empty“ herausbrachte, auf dem dieser It´s M.E.-Song sicher auch gut untergekommen wäre.

Bemüht man ein ganz feinfühliges Gehör, dann könnte man einige Licks im Ansatz und Sound auch der E-Street-Band leihen und nimmt man sich das soulig-groovende „Dirty Girl“ vor, dann wäre dieser Song auch eine gute Wahl für den Soundtrack für den Film „The Commitments“ gewesen. Dieser erschien im Jahr 1991, was nun auch schon wieder 20 Jahre her ist.

Wer It´s M.E. noch nicht oder nur vage kennen sollte, der könnte nun eine ungefähre Idee davon haben, wie der Hase, pardon der Fuchs & Co. läuft (laufen).


Andreas Haug
(7 / 10 Pkt.)

Mehr:
www.itsme-music.de

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