Gehört und Gesehen - Kellermensch

30.06.2011Kellermensch

Kellermensch

Kellermensch

Universal Music (2011, CD)

Wo Musik nicht neu erfunden werden kann, machen sich einige Band daran Genregrenzen aufzubrechen, Stile geschickt neu zu vermischen um somit so etwas wie einen eigenen Sound mit Wiedererkennungswert zu schaffen. Damit will man dann für Aufmerksamkeit bei der Hörerschaft sorgen.

Kellermensch, 2006 in Dänemark gegründet, ist so eine Band. Sie verbindet im weitesten Sinn dunklen Indie-Rock, Spät-70er-New- Wave-Rock mit Metal. Das Ergebnis sind teilweise angenehm düstere Songs, teilweise tanzbares, melodiöses Material. Kreativität steht bei Kellermensch hoch im Kurs.

Die Musik schnell und exakt auf den Punkt zu bringen fällt nicht leicht. Die Medieninfo zur CD-Veröffentlichung bringt Namen prominenter Bands und Einzelkünstler ins Spiel, deren markante Sounds, Stile und manchmal auch Attitüde sich in der Musik von Kellermensch in Elementen wieder finden. Joy Division werden dort genannt, Nick Cave, Neil Young, Einstürzende Neubauten und auch Kings Of Leon.

Liest sich wie eine wilde Mischung ist in der Praxis dann aber weniger dramatisch. Kellermensch erschaffen in ihren Songs eine teilweise packende Atmosphäre und spezielle Stimmungen, zuweilen melancholisch und düster. Traurige, mitunter brutal anmutende Textinhalte treffen auf zarte Violinen, harte Gitarrenriffs und druckvolle Basslinien. Die aktuelle Single „Army Ants“ wird im offiziellen Wortlaut als „Vermengung von hartem Metal-Gesang mit indierockender Lässigkeit“ beschrieben. Das darf unter Strich für das gesamte Album.

Eine spannende Band, ein gelungenes Album.


Andreas Haug
(7 / 10 Pkt.)

Mehr:
www.kellermensch.com
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