Gehört und Gesehen - Codes And Keys

30.06.2011Death Cab For Cutie

Death Cab For Cutie

Codes And Keys

Atlantic Records (2011)

Death Cab For Cutie sind für mich eine Band, deren Namen ich schon unzählige Male zuvor gehört, mit deren Musik ich mich allerdings noch nie wirklich auseinandergesetzt habe. Asche auf mein Haupt. Demzufolge war für mich die Ankündigung, ihr neues Album „Codes And Keys“ würde kein typisches Gitarrenalbum werden, mit wenig Angst auf das Endprodukt verbunden.

Herausgekommen sind elf elektrisch angehauchte Tracks, die gewöhnlichem Indie Pop immer noch deutlich näher sind als abgefahrenen Elektro Spektakeln. Seit 1997 gibt es „Death Cab“ (wie die gebräuchliche Abkürzung der Band lautet) schon. Durch Fernsehauftritte wie z.B. bei „O.C. California“ oder auch „How I Met Your Mother“ vergrößerte die Band ihren Bekanntheitsgrad auch in Europa.

„Codes And Keys“ ist der ambitionierte Versuch einer Band, etwas Neues und vielleicht sogar Zeitloses zu schaffen. Die Produktion betreffend ist das auch weitestgehend gelungen. Leider versprechen die Sounds der Tracks mehr als sie kompositorisch halten. Nette Instrumentierungen sorgen zwar für einige Aufhorcher, insgesamt fehlen aber die wirklich starken Melodien.

Der Titeltrack sowie „You Are A Tourist“ sind die stärksten Songs der Scheibe und können ungeachtet dessen auch nicht komplett überzeugen. Man hat den Eindruck, dass dem Soundgewand im Verhältnis zum Songwriting zuviel Aufmerksamkeit geschenkt wurde. Die Grundstimmung gefällt allerdings. Auch wenn diese Platte mit Sicherheit live nicht für Begeisterungsstürme sorgen wird, da die Höhen und Tiefen fehlen. Für einen verregneten Gammel-Sonntag aber ein ganz schicker Soundtrack.

Fazit: Schöne Stimmung doch schwache Songs.


Jan Hagerodt
(5 / 10 Pkt.)

Mehr:
www.deathcabforcutie.com
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