Gehört und Gesehen - Misty Range

25.05.2011Misty Range

Misty Range

Misty Range

Fysik Format/ Cargo (2011, CD)

Ich verlange hier bald Zuschläge wenn ich weiterhin soviel Psychedelic-Rock hören muss! Oder zumindest einen ordentlichen LSD-Trip gratis obendrauf. Ansonsten ist das Geeier ja nicht zu ertragen! Oder?

Misty Range bestehen aus Arve Paulsen und Stig Rennestraum. Vielleicht merkt man jetzt schon, dass die beiden Herren nicht aus Deutschland stammen. Aus Norwegen stammt das Duo nämlich. Zusammen mit Gastmusikern entwarf man das selbstbetitelte Debüt-Album. Das Prinzip von Misty Range ist, wie in diesem Genre üblich, das Aufbauen gewaltiger Soundlandschaften, meist über verquere Drumbeats. An sich also nichts weltbewegendes Neues.

Was die Norweger im Vergleich zu vielen ihrer Kollegen jedoch deutlich besser machen, ist die Dynamik, die die Songs beinhalten. Da bricht man die Komposition schon mal auf ein kleines Akustikgitarren-Riff runter, lullt den Hörer mit traumhaft schönen Keyboard Akkordfolgen bis zum Schlüppi ein, bevor ein 70er Jahre Gitarrenriff einen zurück auf den groovigen Boden der Tatsachen bringt. Der zweite Track ist dafür ein schönes, positives Beispiel und auch „19:25“ (alle Tracks sind mit Uhrzeiten betitelt) bietet ein tolles Sound-Emotions-Spektrum. Das Norwegen über eine vitale Jazz-Szene verfügt und dadurch die Band mitgeprägt wurde, fällt zwar auf, aber nicht negativ ins Gewicht.

Die Musik der Norweger funktioniert nach einer Warm-Mach-Runde ulkigerweise dann auch fast ohne Drogen (Kaffee wird jawohl erlaubt sein) und man verspürt den Drang auf Repeat zu drücken. Unterm Strich bleiben sehr viele schöne Bilder im Kopf hängen.

Fazit: Eine musikalische Inspirationsquelle aus Norwegen: Misty Range.


Jan Hagerodt
(8 / 10 Pkt.)

Mehr:
www.myspace.com/mistyrange
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