Gehört und Gesehen - Highway Child

20.04.2011Highway Child

Highway Child

Highway Child

VME / Soulfood (2011, CD)

Aus Kopenhagen kommt diese Bluesrock Kapelle namens Highway Child. Es rockt klassisch. Sehr klassisch. Irgendwo zwischen den Beatles, Cream und den Seeds. Wir bewegen uns also in den späten 60er Jahren. Chorussounds, rumpelnde Bassdrums, John Lennon Reverb; Highway Child haben alles an Bord!

Auch die Produktion führt einen in diese Zeit der Musikgeschichte zurück. Wer darauf steht, der wird auch auf diese Dänen abfahren. Denn wenn man es nicht wüsste, könnte man auch glauben, man höre nicht eine 2011 produzierte Cd, sondern Vinyl aus Papis bzw. Opas Großzeit.

Crackpfeife an und zurücklehnen könnte man beinah raten, doch halt liebe Kinder: Drogen sind natürlich (mittlerweile) böse!

Für Menschen die nichts mit den Spätsechzigern anfangen können, wird Highway Child stinklangweilig sein. Ruppige Kompositionen, die fast ausschließlich mit einem Riff pro Song auskommen, ist man halt auch nicht mehr unbedingt gewöhnt. Einer der besten Songs des Albums ist „Love Love Love“. Schleppender Groove, guter Refrain, und schöne überverzerrte Gitarre. Dieser Song darf mit Sicherheit auch schon mal auf ´ner Studenten-WG-Party gespielt werden, auch wenn das retrolastigste was man dort kennt, wahrscheinlich Mando Diao sein werden.

Für Fans von Black Rebel Motorcycle Club oder den Strokes könnten Highway Child noch am ehesten interessant sein. Und wer seine Erziehungsberechtigten mal „schwofen“ sehen will, der kann das Album ja heimlich auf der nächsten Silberhochzeit anspielen. Mal schauen ob´s klappt!

Fazit: Rauchiger 60er Bluesrock mit psychedelischen Einflüssen.


Jan Hagerodt
(6 / 10 Pkt.)

Mehr:
www.highwaychild.dk
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