Gehört und Gesehen - Meet Me In The Afterlife

26.02.2011Simeon Soul Charger

Simeon Soul Charger

Meet Me In The Afterlife

Gentle Art Of Music/ Soulfood (2011, CD)

Diese vier Herren gelten schon jetzt als eine der Entdeckungen des noch frischen Jahres 2011. Simeon Soul Charger kommen aus Amerika und setzen noch dortigen Erfolgen nun zur Landung in Europa an.

Dreizehn Songs finden sich auf „Meet Me In The Afterlife“, die in einer Mischung aus Indie-Grooves und ausschweifendem 70er Jahre Rock daherkommen. Die Songs sind das Gegenteil von langweilig, die Stimme von Aaron Brooks das Gegenteil von glatt. Interessant, in der Tat, was das Quartett einem da vorsetzt. Ob das afrikanisches Getrommel gepaart mit Querflötengedudel ist, Mandolinengeplänkel oder mehrstimmige, schräge Gitarrensoli. Für Abwechslung ist auf jeden Fall gesorgt.

Ein erstes Hören dieses Albums gestaltet sich dadurch allerdings auch tierisch anstrengend. Man sollte gut ausgeschlafen sein und ein sättigendes Frühstück hinter sich haben, sonst übersteht man kaum die ersten fünfzehn Minuten. Hört man sich ein bisschen rein in die Musik der Amerikaner, findet man jedoch immer mehr Stellen, die einen begeistern können.

“Meet Me In The Afterlife“ ist ein Album, das man, ziemlichen Arbeitsaufwand vorausgesetzt, lieben wird. Wer auf straighte Rockmusik steht, die einem poppig-perlende Refrains um die Ohren haut, der ist hier allerdings komplett falsch. Da die Band schon für einige Festivals bestätigt ist, darf man gespannt sein wie sich das musikalische Gemisch live machen wird. Ich kann es mir auf einer Bühne auf jeden Fall besser vorstellen als in meinem Cd-Player.

Fazit: Pluspunkte gibt´s für die kreative musikalische Gestaltung, Abzüge für anstrengende Nerverei.


Jan Hagerodt
(7 / 10 Pkt.)

Mehr:
www.simeonsoulcharger.com
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