Gehört und Gesehen - Simpletology

28.01.2011Simpletones

Simpletones

Simpletology

Yellow Snake Records (2010, CD)

Findige Musikkenner wissen Bescheid: Die Simpletones gab es schon in den 70er Jahren in Amerika. Gründungsmitglied Jay Lansford, der schon lange in Hannover lebt, scharrte einige Dekaden später, neue Mitstreiter um sich, um diese Platte einzuspielen. „Simpletology“ heißt sie und simpel ist sie auch geworden.

Wobei in diesem Fall „simpel“ nicht gleichbedeutend mit platt, stumpfsinnig oder gar einfallslos ist. Simpel kann auch schön sein. Und vor allem kann simpel unglaublich nach Vorne gehen! Dreizehn Tracks, teils brandneu, teils neu eingespielte Klassiker schmücken den Silberling. Der Opener „SimpleScience“ kommt mit wenigen Worten aus und erinnert an 80er New Wave Sound, gepaart mit straighten Rockgrooves. Das rollt! Der Rest des Albums orientiert sich am typischen Punksound der späten Siebziger, wobei das Material erstaunlich frisch und unverbraucht klingt. Ein imaginäres Schulterklopfen für die Produzenten Ruzicka und Dammeier erscheint angebracht.

„Simpletology“ lässt die Mundwinkel häufig nach oben schnellen. Das simple „Days Like These“ bedient sich zwar oft verwurstelter Gitarrenriffs und stets bedienter Rock´n Roll Klischees, aber es grooved so genial, dass man gerne die Repeat Taste drückt. Zuletzt haben sich The Darkness so was getraut. Nicht alle Songs sind die absoluten Durchstarter, aber alle haben eine funktionierende Struktur und einen guten Vibe. Das surfige „Write It Down“ sollte ebenso angetestet werden wie „The Day Before Tomorrow“. Hier kommen 30 Jahre Rock´n Roll Erfahrung in einer genialen Mischung zusammen.

Fazit: Straight, cool, Simpletones.


Jan Hagerodt
(8 / 10 Pkt.)

Mehr:
www.simpletones.de
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