Gehört und Gesehen - Aurora Borealis

28.01.2011Lunarsphere

Lunarsphere

Aurora Borealis

Eigenproduktion (2010, CD)

Seit 2004 ist die Nienburger Melodic-Deathmetal-Band Lunarsphere bereits in der Szene aktiv und hat sich seitdem auf zahlreichen regionalen und auch überregionalen Konzerten wie Festivals mehr als 50 Mal auf der Bühne ausgetobt.

In der Gig-Liste stehen Festivals wie das renommierte Burn-Out-Festival in Nienburg, das „Celle Rock City-Festival, „Rock The Night“ in Osnabrück oder support-Gigs für Dew-Scented in Hannover, für Sudden Death in Osnabrück, für Sardonic in Münster oder für die Grailknights, wiederum in Nienburg. Auch in den Niederlanden beackerten Lunasphere schon die Bühne.

Nach ihrem ersten Demo im Jahr 2004 und der CD „Barriers Of Infinity“, erschienen 2009, wartet das Quintett nun mit ihrer neuesten EP „Aurora Borealis“ auf. Vier Songs sind darauf vertreten, die einen guten Eindruck hinterlassen und unterstreichen, dass Lunasphere im Genre Melodic-Death-Metal mehr als nur solide unterwegs sind. In Sachen Songwriting und Spieltechnik wissen die Jungs, was sie da tun und wie die Songs mit ordentlicher Energie gut rüberkommen. Was die Lyrik angeht will die Band den Hörer mit auf eine Reise durch die Weiten des Weltalls nehmen, weshalb Lunarsphere lt.Bandinfo auch schon mal in die Kategorie „Spacemetal“ eingeordnet wurde.

Für die ungeübten Death-Metal-Hörer stellt es meist eine nicht kleine Herausforderung dar, die Texte der jeweiligen Sänger zu verstehen, die in der Regel abwechselnd schreiend, krächzend oder growlend unterwegs sind. Auch bei Lunarsphere ist es mit der Textverständlichkeit so eine Sache, Lyrics zum Nachlesen sind auf der CD-Verpackung nicht abgedruckt, ein Booklet fehlt ebenfalls, dafür besticht „Aurora Borealis“ durch ein wunderschönes Artwork.

Wo musikalisch auf der Platte meist alles wirklich mehr als in Ordnung geht, muss der anspruchsvolle Hörer in Sachen Sound Abstriche machen. Ohrenscheinlich standen der Band keine besonders idealen Produktionsbedingungen zur Verfügung und was den finalen Mix angeht, sind die Lautstärkeverhältnisse eher unglücklich. Gesang, Bass und Schlagzeug werden von den allgegenwärtigen, bissig sägenden Gitarren dominiert und teilweise auch zugerockt. Im Klangbild fehlt es „unten herum“ an Druck und Wumms. Die Double-Bass ist zeitweise nur zur erahnen, das Schlagzeug insgesamt eher im Hintergrund und auch der Bass setzt sich selten durch.

Das alles klingt über weite Strecken nicht wirklich toll, ist aber auch nicht schlimm. Wenn man die CD als Demo präsentiert, geht das insgesamt schon okay. Vielmehr macht „Aurora Borealis“ Appetit, Lunasphere mal live zu erleben. Dass es auf der Bühne dann entsprechend knackig und druckvoll zur Sache gehen wird, kann vermutet werden.


Andreas Haug
(5 / 10 Pkt.)

Mehr:
www.myspace.com/lunarsphere
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