Gehört und Gesehen - Battle Hymns 2011 – Born To Live Forevermore

23.12.2010Manowar

Manowar

Battle Hymns 2011 – Born To Live Forevermore

Magic Circle Music (2010, CD)

Die US-Band Manowar, seit nunmehr 30 Jahren im GeschĂ€ft, gelten als BegrĂŒnder des True-Metal und freuen sich ĂŒber eine weltweit stattliche Fangemeinde. Zum BandjubilĂ€um haben Manowar einige frĂŒhe Klassiker aus ihrer Bandgeschichte neu eingespielt, die es auf diesem Album zu hören gibt.

Eine schöne Sache fĂŒr die Fans aber tatsĂ€chlich auch lohnenswert, diese Band fĂŒr sich zu entdecken oder auch, um Vorurteile abzubauen. Schaut man sich beispielsweise eine Live-DVD an, die vor einigen Jahren veröffentlicht wurde, konnte man durchaus den Eindruck haben, dass Manowar auf etwas arg schlichte Weise musizieren und ein Klischee nach dem anderen bedienen. Vor der BĂŒhne feiernde AnhĂ€nger, die sich Ă€hnlich wie in einer Fankurve eines Fußballstadions gebĂ€rden.

„Battle Hymns – Born To Live Forevermore“ vermittelt da schon ein anderes Bild der Band. Manowar als klar strukturiert und auf den Punkt spielende wie schwer groovende Metalband im zeitlosen Gewand, vielleicht „old school“, was aber positiv zu Buche schlĂ€gt. Eric Adams prĂ€sentiert sich als hervorragender SĂ€nger, dessen Texte man versteht, der aber auch mal amtlich schreien kann, dort wo es Not tut. Manowar sind gern mal melodisch unterwegs und ĂŒberzeugen auch mit ziemlich komplexen, feinfĂŒhlig arrangierten und beinahe virtuos gespielten StĂŒcken wie beim 9.29 Minuten langen „Battle Hymns“.

Die Sprechrolle im dĂŒsteren „Dark Avenger“ hat fĂŒr diese Produktion ĂŒbrigens der durch seine Dracula-Rollen Ende der FĂŒnfziger und Sechziger berĂŒhmt gewordene Schauspieler Christopher Lee ĂŒbernommen. In der Original-Version aus dem Jahr 1982 war noch der 1985 verstorbene Orson Wells zu hören.

Die Platte ist gut verdaulich, Langeweile kommt hier nicht auf, und schlicht bis stumpf ist das auch nicht, was die Band mit ihrem gut abgehangenen Metal abliefert.

Lediglich die Bonus-Tracks, Live-Versionen von „Death Tone“ und „Fast Taker“, beide aus dem Jahr 1982, scheinen verzichtbar. Diese Tracks haben höchstens historischen Wert fĂŒr Fans, die schwache TonqualitĂ€t kommt ĂŒber einfachen Bootleg-Standard kaum hinaus.


Andreas Haug
(7 / 10 Pkt.)

Mehr:
www.manowar.com

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