Gehört und Gesehen - Come Out And Play

17.09.2010Kim Wilde

Kim Wilde

Come Out And Play

Sony Music (2010, CD)

Um 1979 / 1980 herum hatte die junge Sängerin Kim Wilde mit Hits wie “Kids in America” und “Chequered Love” in Deutschland ihren großen Durchbruch. Sie zierte die Titelseite von Jugendmagazinen wie der Bravo und war seinerzeit schwer „en vogue“. „Das Mädchen mit dem Schmollmund das nie lachen darf“, zumindest nicht bei Auftritten oder auf Pressefotos – das wurde seinerzeit als ihr cooles Künstlerinnen-Image gepflegt.

Auf dem Cover ihrer neuesten CD „Come Out And Play“ lächelt Kim Wilde immer noch nicht in die Kamera und auch musikalisch hat sich zu früheren Jahren so gut wie kaum etwas verändert. Das kann man verlässlich nennen. Kim Wilde hat eigentlich nichts von ihrer Energie verloren und auch gesanglich ist sie immer noch absolut tiptop in Form. Stilistisch bleiben sie und ihre Band dem Stil von früher treu: Voluminöser, knackiger und melodiöser Up-Tempo-Rock-Pop mit Eighties-Appeal ist Programm. Da darf natürlich auch der Synthesizer nicht fehlen. Dass das Songmaterial auf ihrem neuen Album radiotauglich und für eine breite Masse eine feine und unterhaltsame Sammlung Pop-Musik ist, beweist unter anderem der hohe Charteinstieg des Albums in die Top 10 kurz nach Veröffentlichung.

Dass Kim Wilde auch live für eine farbenfrohe und spritzige Show steht, dass konnte man in diesem Jahr unter anderem beim NDR-Plaza-Festival in Hannover beobachten. Alles rund und solide, kann man attestieren. Dass Kim Wilde beim Song „Greatest Journey“ im Duett mit Glenn Gregory von der Band Heaven 17 und bei „Love Conquers All“ mit Nik Kershaw agiert, untermauert sicherlich den immer noch klaren Bezug zum 80er Jahre Pop-Rock.

Hier geht es nicht um großen Innovationen oder neue Sounds, auf diesem Album wird für langjährige Fans ordentlich „abgeliefert“.


Andreas Haug
(6 / 10 Pkt.)

Mehr:
www.kimwilde.com
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