Gehört und Gesehen - Real Ghosts Caught On Tape

09.09.2010Fake Problems

Fake Problems

Real Ghosts Caught On Tape

Sideonedummy Records/ Cargo Records (2010, CD)

Frank Turner hält sie für die beste Band Amerikas, die Fake Problems. Das ist sicherlich ein wenig übertrieben. Mit ihrem dritten Album „Real Ghosts Caught On Tape“ hat die Band einen prominenten Produzenten gewinnen können. Ted Hutt (u.a. Gaslight Anthem, Flogging Molly) zeigt sich hierfür verantwortlich.

Es gibt viele schicke Melodiebögen auf diesem Album. „Songs For Teenagers“ ist ein unbeschwerter Popsong, der nach Sommer und „wieder jung sein“ klingt. Tolle Nummer! „5678“ klingt schon fast ein bisschen nach Prince, so funky und discomäßig erlebt man die Band auf diesem Album sonst nicht. Unbeschwerter Pop-Rock mit folkigen Elementen, das ist eher die Spielwiese des Quartetts auf Florida. Dass dort oft die Sonne scheint, hört man bei fast jedem Song heraus. Gute Laune ist bei den Amerikanern offensichtlich hinreichend vorhanden.

Insgesamt ist dieses Album ein schönes Ding! Sowohl abwechslungsreich arrangiert, als auch stimmig produziert. Vielleicht manchmal ein bisschen zu belanglos, deshalb eher ein kurzweiliger Spaß, als ein wirklich tiefgehendes, künstlerisches Werk. Aber darum scheint es der Band auch nicht zu gehen. Spaß macht ihre Musik auf jeden Fall, auch wenn langfristig leider zu wenig hängen bleibt.

Fazit: Gut gemachter Pop-Rock ohne gravierende Schwächen, der leider manchmal ein bisschen plätschert.


Jan Hagerodt
(6 / 10 Pkt.)

Mehr:
www.fakeproblems.com
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