Gehört und Gesehen - Eleven

20.08.2010Reamonn

Reamonn

Eleven

Universal Music (2010, CD)

Durch ihre Single „Supergirl“ wurden sie über Nacht zur gefeierten deutschen Rockband. Ihr Debütalbum „Tuesday“ erschien im Jahr 2000 und war ein schönes Stück Rockmusik, mit eingängigen aber nicht komplett weichgespülten Kompositionen. Es überzeugte vor allem durch die starke Stimme des Sängers Rea Garvey, der sich ein Jahr zuvor noch als Merchverkäufer auf Festivals die Brötchen verdienen musste.

„Eleven“ fasst die Bandgeschichte Reamonns in Form eines Best-Of Albums zusammen. Die Cd beinhaltet eine gelungene Übersicht über das bisherige Schaffen der Band. Das damals vor allem in Discos sehr beliebte „Josephine“ und das bereits erwähnte „Supergirl“ sind natürlich ebenso vertreten wie neuere Hits wie „Aeroplane“ oder „Through The Eyes Of A Child“. „Yesterday“ ist einer von drei neuen Songs, der bereits durch die hiesigen Radiostationen geistert.

Das Schöne an diesem Mix ist, dass man nicht bemerkt, wie viel weicher und langweiliger die Band im Laufe ihrer Karriere geworden ist. Der erste mutige Steinwurf war zwar eigentlich schon beim zweiten Album vorbei, insgesamt „gelang“ es der Band aber jede weitere Single noch gradliniger und eingängiger zu machen. Klar, das ist professionelles Radio-Songwriting, aber halt auch nicht mehr.

Bei aller Nörgelei kommt man nicht umhin zu bemerken, das Reamonn einige extrem zeitlose und gute Pop-Rocknummern geschrieben haben. Und die Stimme von Rea? Die ist auch nach elf Jahren „Verpoppung“ noch schick.

Fazit: Gelungenes Best-Of Album der Band.


Jan Hagerodt
(8 / 10 Pkt.)

Mehr:
www.reamonn.com
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