Gehört und Gesehen - Tomorrow We´ll Have Coffee In Huesca

20.08.2010Call Me Names

Call Me Names

Tomorrow We´ll Have Coffee In Huesca

Eigenproduktion (2010, CD)

Wo zum Geier Huesca liegt weiß wahrscheinlich niemand ohne Wikipedia zu bedienen. Welche Bedeutung dieses Städtchen für die hannoverschen Punkrocker hat, konnte leider nicht hinreichend geklärt werden.

Call Me Names machten 2008 durch viele Shows auf sich aufmerksam. Melodischer Punkrock im Stile der Mitt- und Endneunziger, als Bands wie No Fun At All, Sum41 oder Blink Erfolge feierten, scheint bei dem Quintett Pate gestanden zu haben. Mit dieser Ep ist ein lang überfälliger Tonträger nun endlich zu haben. Sechs Songs und eine Gesamtspielzeit von einer guten Viertelstunde versprechen kurzweiligen Spaß zum Pogen, Saufen und Abfeiern. Call Me Names bedienen sich der typischen Klischees ohne neue Akzente zu setzen, doch das scheint auch gar nicht das Anliegen der Band zu sein. Sie spielen gut nach Vorne und machen in ihrer kleinen und engen Schublade soweit alles richtig.

Für meinen Geschmack könnte man häufiger hören, dass die Band über mehr als einen Gitarristen verfügt. Bei einigen Songs wie „The Chewbacca Defense“ blitzen zwar ein paar extra Ideen auf, meistens verlässt man sich aber auf altbekannte „Unisono-Bretter“. Auch rhythmisch geht da definitiv noch mehr.

Trotzdem macht diese Ep Spaß und ist unterm Strich gelungen. Natürlich ist das Ganze aber auch so austauschbar wie Kaffeebohnen. Macht ja auch nichts. Kaffee ist schließlich immer gut, egal ob in Linden oder in Spaniens autonomer Region Aragonien (Danke Wiki!).

Fazit: Klassischer und gut gespielter Punkrock ohne Schnörkel.


Jan Hagerodt
(7 / 10 Pkt.)

Mehr:
www.callmenames.de
© Copyright: Dieser Text ist urheberrechtlich geschützt. Weitere Infos + Nutzungsbedingungen im Impressum
Zur Übersicht Zur Startseite