Gehört und Gesehen - Fucking Folkabillie Rock

23.07.2010Jamie Clarke´s Perfect

Jamie Clarke´s Perfect

Fucking Folkabillie Rock

Wolverine Records / Soulfood (2010, CD)

Jamie Clarke trat von 1994-1996 als Studio- und Livegitarrist der Pogues in Erscheinung, erste Lorbeeren erntete der Engländer aber schon in den 80er Jahren. In der Londoner Musikszene kannte man ihn unter Anderem als Gitarrist der Band „Innocence Lost“. 1997 gründete er die Band „Perfect“, mit der er seither in wechselnder Besetzung auftritt.

Im November soll ein Album erscheinen, wir durften jetzt schon mal in die fünf Track Maxi Cd des Künstlers reinhören. Das die Band an die hundert Konzerte im Jahr absolviert merkt man den Songs an. Der folkig-rockige Mix klingt, in Musikersprache ausgedrückt „schön dreckig“ und im positiven Sinne „abgewichst“. Negativ ausgedrückt bedeutet dies jedoch vertraute Folkrock-Kost ohne neue Impulse. Auch die Texte klingen nach der Örtlichkeit eines viel bespielten Liveclubs. Viel Fuck und wenig Anspruch. Aufkleber am Spiegel, Zigarettenbrandflecke auf dem Spülkasten und Pippi auf dem Boden.

Wer auf genau diese Attitüde abfährt, der darf sich im Herbst auf ein schönes Album freuen, allen anderen erschließt sich der „Fucking Folkabillie Rock“ wahrscheinlich weniger. Die angepunkte Mischung aus Rockabilly und Folk bleibt das, was sie eben ist. Ein kurzweiliger Spaß, zu dem man prima „Prost“ sagen kann.

Fazit: Durchschnittliche Maxi Cd, die weder positiv noch negativ aus dem Rahmen fällt.


Jan Hagerodt
(5 / 10 Pkt.)

Mehr:
www.myspace.com/jamieclarkesperfectmusic
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