Gehört und Gesehen - Hello Hurricane

05.06.2010Switchfoot

Switchfoot

Hello Hurricane

Warner Bros.Records (2010, CD)

„Hello Hurricane“ ist bereits das siebente Album der Amerikaner. In den USA ist die Band sehr erfolgreich und wurde bereits mit einem Grammy und Doppel-Platin ausgezeichnet.

Der Opener „Needle And Haystack Life“ macht mir erst einmal Angst. Bitte nicht schon wieder so eine typische, weichgespülte Radio-Rock Combo!! „Mess Of Me“ lässt einen jedoch wieder Hoffnung schöpfen, dass hier doch noch mal die Rock- Rute rausgeholt wird. „I wanna wpend the rest of my life alive!“ singt Jon Foreman. Midlife Crisis oder echtes Statement? Diese Antwort ist bis zum Ende der Platte nicht hundertprozentig geklärt. Die Band schreibt ohne Frage sehr gute Songs, denen allerdings häufig jegliche Eigenständigkeit abgeht. Außerdem kann man sich offensichtlich nicht wirklich entscheiden welche Richtung man einschlagen mag. Pop-Prinzen oder Dampf-Rocker? Man schwankt von Song zu Song zwischen angenehmen Songs und rotzigen Ausrufezeichen.

Vielleicht sollte man beim nächsten Album eine A und B-Seite machen. Die sanften Nummern für Mamsch und Papsch und die harten Songs für die „Generation Jetzt!!“ jeweils auf eine Cd pressen. Dann wären wahrscheinlich alle glücklich. So wirkt alles irgendwie unrund. Wirklich schade, denn die Platte ist gut produziert und enthält viele gute Momente und fähiges Songwriting. Und wer auf Bands wie Embrace oder Reamonn steht, für den lohnt sich ein Hördurchgang in jedem Fall.

Fazit: Fisch oder Fleisch? Gott oder Satan? Handschellen oder Streicheleinheiten? Wenn das die Band nicht mal selbst weiß, wie soll ich das beantworten?


Jan Hagerodt
(6 / 10 Pkt.)

Mehr:
www.myspace.com/switchfoot
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