Gehört und Gesehen - Smoke & Mirrors

23.04.2010Lifehouse

Lifehouse

Smoke & Mirrors

Geffen / Universal (2010, CD)

Den vier Recken der amerikanischen Band Lifehouse gelang schon mit ihrem Debüt „No Name Face“ der große Wurf. Beim ersten Versuch in aller Welt bekannt zu sein ruft meistens auch eine gewisse Überforderung des Künstlers mit der Situation herauf. Lifehouse legten sich allerdings nicht mit überbrusteten Playmates in den Whirlpool, sondern arbeiteten fleißig weiter, spielten eigentlich fast jeden Tag Konzerte oder nahmen weitere Platten auf.

Wie bei vielen amerikanischen Bands, die dort bereits eine große Nummer sind, verschloss sich der europäische Markt dem Quartett bisher ein bisschen. Das soll mit „Smoke&Mirrors“ nun anders werden. Das Rezept ist einfach: Radiohymnen fürs Cabriofahren, Los Angeles Rock-Appeal und vier Jungs mit schicken Frisuren. Das hat doch eigentlich schon immer gezogen.

Beim Durchhören ihres Albums macht sich leider zumindest bei mir eine schnelle Ernüchterung breit. Zu simpel, oder besser noch, zu seicht kommen die zwölf Kompositionen aus den Boxen. Das ist genau die Art von Musik, die man momentan von den gängigen deutschen Radiostationen vorgesetzt bekommt. Nicht schlechter gemacht als der Kram von Chart Stürmern wie Stanfour oder Livingston. Typisch gestrickter Ami-Poprock ohne Überraschungen eben.

“Halfway Gone“ ist dafür gestrickt von möglichst vielen Leuten mitgegrölt zu werden. „It Is What It Is“ könnte auch von One Republic sein. Eine schöne Schmalzballade, die vor allem den Damen gefallen dürfte. Für Fans von einfach gestricktem Pop-Rock mit Sicherheit kein schlechtes Album, für etwas anspruchsvollere Musikhörer schlichtweg egal.

Fazit: Keine großen Ausreißer auf dieser Cd leider auch keine „Aufhorcher“.


Jan Hagerodt
(5 / 10 Pkt.)

Mehr:
www.lifehousemusic.com
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