Gehört und Gesehen - Blue Magic Light

12.12.2009Kadosh

Kadosh

Blue Magic Light

Eigenproduktion (2009)

Kadosh. Eine Name, wie ein Strike beim Bowling. Wie als Kind mit dem Bobby Car ungebremst vor die Hauswand zu bügeln. Die Hannoveraner Combo, die aus erfahrenen Muckern besteht, die es ohne Frage drauf haben, hat in diesem Jahr zumindest regional von sich reden gemacht.

Der junge Mann hinter den Kesseln, der mit Nachnamen so heißt wie ein österreichischer Postkartenmaler mit Vornamen, ist nicht nur durch seinen Einsatz bei Stupify und Nikki Puppet bekannt, sondern in letzter Zeit vor allem durch Produktionen aus seinem hauseigenen Studio. Aber widmen wir uns jetzt mal der Band:

Bringen wir es schnell und einfach auf den Punkt. Diese Band hat den Groove offensichtlich zusammen mit Sanostol als Kind eingetrichtert bekommen. Eine extrem dynamische und qualitativ hochwertige Kapelle, auf deren Songs sich prima abtanzen lässt. Es rockt und ruckelt, es souled und funked, immer qualitativ wertvoll und trotzdem eingängig. Sängerin Simone passt stimmlich hervorragend zur musikalischen Ausrichtung von Kadosh. Eine tiefe, angenehme und trotzdem druckvolle Stimme, die vor allem beim großartigen Titeltrack viele Facetten zeigen kann „Let Me Breathe“ verlässt das Genre Fahrwasser des Rock/ Funk für kurze Zeit und offenbart eine soulige Ballade mit Latin Einschlag. Das es auch ´ne Schippe straighter geht beweisen Songs wie „Space Ship“ oder „Marvel“.

Auch wenn die Platte mit wirklich vielen guten Ideen gespickt ist, wird man diese Songs lieber live erleben wollen, als auf Cd. Beim reinen Durchhören (ohne Tanzen) stellen sich zwischendurch nämlich ein paar Ermüdungserscheinungen ein. Insgesamt aber ein gelungenes Album mit ganz viel Kadosh. Beim nächsten Konzert bin ich garantiert dabei.

Fazit: Strike!


Jan Hagerodt
(8 / 10 Pkt.)

Mehr:
www.kadoshinspace.com
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