Gehört und Gesehen - Livable Hatred

29.10.2009Athorn

Athorn

Livable Hatred

Eigenproduktion (2009)

Seit rund einem halben Jahr wird die Band Athorn als ganz heißes Eisen in der hannoverschen Metal-Szene gehandelt. Nach überzeugenden und musikalisch sehr kurzweiligen Live-Shows untermauern Athorn den sehr guten Eindruck, den sie bislang auf der Bühne hinterlassen haben mit der E.P. „Liveable Hatred“. Neben vier Audio Tracks enthält die CD als Bonus noch das Video zum Opener „Humanize The Demon.“

„Finest Symbionic Metal From Hanover“ steht auf dem Frontcover der aufwändig gestalteten Bandinfo. Was ist nun das wieder für eine Spielart des Metal, werden sich einige fragen, die von Athorn bislang noch nichts gehört haben. Die Band vereint Elemente aus Thrash-, Death-, Power-und Prog-Metal zu einem kräftigen, würzigen und gehaltvollem Gebräu, das man so in dieser Aufmachung, nicht gerade an jeder Ecke bekommt. Die Kunst bei diesem Unterfangen ist es, das Ganze so in Form zu bringen, dass es schlüssig und eigenständig wirkt ohne unbeholfen eckig zu holpern.

Wo andere schon mal beim Basteln scheitern, spielen Athorn ihre große musikalische Reife und Kreativität aus und kommen immer auf den Punkt. Technisch äußerst versiert setzen die Musiker ihre Songs mit großer Dynamik um, entfachen, da wo nötig, enormen Druck und Härte, donnern los was das Zeug hält um im nächsten Moment mit feinfühligen Song-und Soundarrangements neue Türen zu öffnen.

Athorn dürften mit ihrem Symbionic Metal viele Genre-Fans abholen, sowohl die, die auf zuweilen farbenfrohe Melodien und rhythmisch Vertracktes stehen als auch diejenigen, die extrem dicke Grooves und kompromisslose Härte brauchen. Zum Zuhören und Moshen gleichermaßen geeignet, spielen Athorn inspirierten Metal der äußerst abwechslungsreichen Sorte. Dabei schwimmen die Fünf mal mit und auch mal gegen den Strom. Egal in welche Richtung man sich gerade bewegt, bleibt man immer fernab jeglicher Beliebigkeit.

Langweilig wird es mit dieser Platte und dieser Band mit Sicherheit nicht, ganz im Gegenteil. Auf ein etwaiges Album darf man schon mal jetzt gespannt sein. Athorn und ihr Wirken sollte man zukünftig ganz scharf im Auge behalten.


Andreas Haug
(7 / 10 Pkt.)

Mehr:
www.athorn.de

Weitere oder ähnliche CD/DVD-Besprechungen:
Athorn - Phobia (2010)
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