Gehört und Gesehen - Icebreaker

28.08.2009Elephant

Elephant

Icebreaker

Junkyard Entertainment/ Sound Pollution (2009)

Die Grunge Rock Band Elephant kommt aus Schweden. Nanu? Grunge Rock? Ich lass den ersten Track „Believe Me“ noch einmal starten. Hmm, das klingt eigentlich nur bedingt nach Grunge Rock, viel zu groovy und fröhlich. Auch sonst würde ich die Band eher im Alternative Rock Bereich einordnen, lediglich die Stimme von Sänger Simon Persson hat dieses typische „Knödel-Knarz-Flair“, das auch Kollegen wie Kurt Cobain oder Eddie Vedder ausmachte.

In Schweden ist die Band schon eine feste Größe und seit 2003 fleißig am Ackern. Trotzdem ist „Icebreaker“ das erste, richtige Debütalbum. Große Melodien sind leider relativ spärlich gesät und auch sonst kann mich die Musik der vier Kerle nicht wirklich packen. Dazu ist alles irgendwie zu mittelmäßig, zu gewöhnlich zu „ungeil“ wie der „Checker“ von der Bushalte sagen würde. Ein positiver Ausreißer ist der Song „Talking“, der mit Led Zeppelin Riffing um die Ecke strauchelt und eine interessante Refrain Line raus haut. Auch „Panic Syndrome“ zieht einen durch schnelle Vocals hinter sich her, verdampft aber leider ohne zum Höhepunkt zu kommen. „Maybe We Should Live Together“ ist wahrscheinlich der stärkste Song des Albums und sollte auf jeden Fall angespielt werden.

Elephant haben darauf geachtet, dieses Album möglichst rau und ungeschliffen zu produzieren. Das ist ihnen im Großen und Ganzen auch gelungen, allerdings ist der Gesamtsound nicht „interessant-schredderig“ sondern einfach nur kraftlos und durcheinander. Schade, denn hier und da hört man wirklich gute Ideen heraus, denen es aber im allgemeinen Grunge-Sumpf nicht leicht gemacht wird an die Oberfläche zu kommen.

Fazit: Dieses Album zu hören ist wie Suppe kochen. Manchmal fehlt Irgendwas, man weiß aber nicht genau was.

www.myspace.com/elephantsweden


Jan Hagerodt
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