Gehört und Gesehen - Freak Inside

17.05.2007Cripper

Cripper

Freak Inside

Eigenproduktion (2007)

Der Mensch am Gesang heißt Britta und sieht dementsprechend auch weiblich aus. Die Stimme alledings klingt männlicher als von so manchem Mann. Wer mit so einer Stimme gesegnet ist, kann eigentlich nur Thrash-Metal machen. Britta folgte ihrer Berufung und singt. Mit ihrer 2005 gegründeten Cripper hat sie jetzt ihr erstes Full-Length-Album „Inside“ aufgenommen.

Das Cover könnte einem Tool-Video entsprungen sein, es zeigt ein Kunstwesen in einer kafkaesken Atmosphäre. Musikalisch finden sich aber nur wenige Tool-Anleihen. Cripper spielen geradlinigen Thrash-Metal, in Richtung Progressive geht es nur selten. Für ein Thrash-Metal-Album ist „Inside“ überraschend eingängig, einige Refrains zeigen gar hymnische Qualitäten. Ein wenig mehr überraschende Wendungen hätten den Mucker-Polizisten gefreut. Eine Fundgrube für Musikstudenten ist das Album nicht. Es ist jedoch gut geeignet zum Bier trinken und anschließendem Kopfnicken. Und das macht oft wesentlich mehr Spaß als jeden einzelnen Track in intellektueller Manier in seine Einzelteile zu zerlegen, um ihn zu verstehen. Ein im besten Sinne solides Album.

www.cripper.de


Tobias Lehmann
()

Weitere oder ähnliche CD/DVD-Besprechungen:
Cripper - Antagonist (2012)
Cripper - Killer Escort Service (2006)
© Copyright: Dieser Text ist urheberrechtlich geschützt. Weitere Infos + Nutzungsbedingungen im Impressum
Zur Übersicht Zur Startseite