Gehört und Gesehen - Reporting A Mirage (CD)

15.03.2007Gods Of Blitz

Gods Of Blitz

Reporting A Mirage (CD)

Four Music (2007)

Wenn man das neue Gods Of Blitz-Album hört, denkt man an England. Spätestens aber wenn man die Namen der Musiker liest wird einem klar, oha, diese Band kommt aus deutschen Landen. Und klingt doch, wie von der Insel.

Schon das erste Demo-Tape der vier Berliner bewog das Label Four Music dazu, die 2004 gegründete Band unter Vertrag zu nehmen. 2005 erschien dann das Debüt „Stolen Horse“, 2006 wurden Hurricane und Southside Festival gespielt. Nun also der Nachfolger. Und wieder beweisen die Gods Of Blitz ein erstaunliches Gespür für das richtige Verhältnis aus Vorbild-Verwertung und eigenen Ideen. „Reporting A Mirage“ wird so zu einem vollwertigen Indie-Party-Tanz-Album, dass sich vor seinem Vorgänger in keiner Weise zu verstecken braucht.

Schon der Opener „New Wave Wipe-Out“, gleichzeitig die erste Single-Auskopplung, geht dermaßen in die Beine, klingt so trocken und auf den Punkt gespielt, dass er mühelos in einer Reihe mit britischen Indie-Größen bestehen kann. Gitarre und Bass dudeln sich durch die Strophen, Schlagzeuger Jakob Hiersch vertraut ganz auf die Kraft der Einfachheit – und Sänger Sebastian Barusta Gäbel beweist das nötige Gespür für eingängige Melodieführung. Auch „I Know That You Know“ ist so ein Song. Tanzbar, einfach – aber nicht langweilig.

Na gut, nach den ersten fünf Songs fällt dann doch auf, dass sich all das unheimlich ähnelt, gerade die Arbeit von Schlagzeug und Gitarre ändert sich von Lied zu Lied nur minimal. Da freut man sich über Überraschungen wie „Now“, das mit unerwarteten Einsätzen und einem dramatischen Songaufbau zu überzeugen weiß. Zu viel Tiefgang sollte man von „Reporting A Mirage“ nicht erwarten, es ist und bleibt ein Album, das für die Tanzfläche gemacht ist – und nicht für intensives Hören auf er heimischen Anlage.

http://www.godsofblitz.de
http://www.fourmusic.de


Paul Schüler
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