04.09.2012

"Wir sind einfach vier Jungs aus Hannover..."

Ich Kann Fliegen vor dem Bundesvison Song Contest 2012

von Hanna Rühaak - Foto: Universal Music

- Ich Kann Fliegen sind waschechte Hannoveraner und momentan richtige Überflieger: nachdem sie bei Universal unter Vertrag genommen wurden, vertreten sie nun Niedersachsen bei Stefan Raabs Bundesvision Song Contest am 28. September in Berlin. Zu ihrem Song "Mich kann nur Liebe retten" haben die vier Musiker jüngst ein Video veröffentlicht, mit dem sie ihr Bundesland zum Sieg führen möchten.

Der Bandname ist allerdings nicht Programm - abgehoben ist da keiner, die Jungs sind sympathisch, freundlich und bodenständig. Rockszene.de traf stellvertretend für die Band Sänger und Gitarrist Niko, Schlagzeuger Bill und Bassist Niklas zum Gespräch über den Bundesvision Song Contest, das Debütalbum und die bevorstehende erste Headlinertour.

Rockszene.de:
Ich Kann Fliegen startet momentan ja richtig durch und ihr habt sehr viel zu tunÖ

Niko:
Bevor wir starten, möchte ich gerne einen Prolog führen: ich lese schon seit Jahren Rockszene.de und ich freue mich, dass wir jetzt ein Interview bekommen. Interviews werden hier momentan ja noch recht selten gemacht, und deswegen freue ich mich! Aber vielleicht ziehe ich den Prolog zurück, je nach Fragen (lacht).

Rockszene.de:
Alles klar! Also wie gesagt, bei euch ist momentan viel los " Bundesvision Song Contest, neues Video, neues Album. Wie fühlt ihr euch dabei?

Niko:
Gut!

Bill:
Groflartig! Endlich geht es los, kann man sagen.

Niko:
Stressig. Aber das ist eher positiver Stress und das ist cool. Man hat sehr viel zu tun, aber das ist ja genau das, wo man hinwollte. Das ist eine schöne Zeit und man muss einfach versuchen das zu genieflen, damit man sich später sehr lange daran erinnern kann. Das ist auf jeden Fall etwas Cooles, das man später seinen Enkeln noch erzählen kann.

Niklas:
Genau. Generell ist es ganz cool, dass jetzt mal viel passiert, weil man vorher ja immer irgendwie darauf gewartet hat, dass endlich mal etwas passiert. Da nimmt man es natürlich gerne in Kauf, dass man stellenweise sogar etwas zu viel zu tun hat.

Rockszene.de:
Und wie sieht der Stress speziell hinsichtlich des Bundesvision Song Contests aus?

Niklas:
Ich glaube, wir haben gerade alle noch ein bisschen die Verdrängungstaktik. Wir freuen uns alle tierisch darauf, aber wenn ich mich zum Beispiel abends mal hinsetze und darüber nachdenke, dass man da wirklich auf diesem Sofa sitzt, dass man vor zehn Jahren das erste Mal bei Tv Total gesehen hat, dann bin ich schon aufgeregt, muss ich sagen. Ziemlich sogar. Aber ich freue mich auch total darauf.

Niko:
Du meinst aber gerade die Tv Total Show. Die übrigens am 13.09. stattfindet.

Bill:
Also den Bundesvision Song Contest haben wir auch schon seit es den gibt immer mitverfolgt, waren natürlich immer für Niedersachsen und haben die ein oder andere SMS versendet. Wir haben uns das auf jeden Fall schon länger gewünscht da mal mitzumachen. Es war auf jeden Fall eine riesen Freude, als wir mitbekommen haben, dass wir dieses Jahr dabei sind.

Niko:
Das ist echt der Wahnsinn. Jetzt dürfen wir Niedersachsen vertreten. Und es gibt wirklich viele tolle und wunderbare Bands in Niedersachsen, deswegen sind wir natürlich stolz darauf, dass wir unser Bundesland vertreten dürfen. Das werden wir auf jeden Fall so gut wie möglich machen.

Rockszene.de:
Wie bereitet ihr euch auf die Show vor? Ward ihr jetzt schon einmal in Berlin und habt da was gemacht?

Niko:
Also auf das Interview kann man sich auf jeden Fall nicht vorbereiten. Man sitzt ja einmal bei dem Raab auf der Couch, aber darauf kann man sich nicht vorbereiten, weil man nicht weifl was für Fragen kommen und wie der Herr Raab so drauf ist. Deswegen versuchen wir einfach möglichst wir selbst zu sein. Und für die Shows müssen wir üben, das haben wir heute auch gemacht.

Rockszene.de:
Also habt ihr Stefan Raab persönlich noch nicht kennengelernt?

Niko:
Nee. Es gibt Vorgespräche, da wurden uns von einer sehr netten Dame aus seinem Team ein paar Fragen gestellt und die freuen sich da alle drauf.

Bill:
Stefan Raab wird man erst bei Tv Total kennen lernen. Vorher nicht, denke ich mal.

Rockszene.de:
Habt ihr von der Seite denn schon Feedback bekommen?

Niko:
Nur, dass sie sich darauf freuen. Aber wäre auch komisch gewesen wenn sie gesagt hätten, dass sie sich nicht darauf freuen (lacht).

Rockszene.de:
Das stimmt!

Niklas:
Was auf jeden Fall super ist bei Tv Total: wir wissen zwar nicht, was wir für Fragen gestellt bekommen, aber was sicher ist, ist, dass wir einen Wahlwerbespot haben, der es in sich hat. Und da wissen wir ja, was läuft. Den haben wir hier in Hannover schon gedreht.

Niko:
Wir halten auf jeden Fall die Hannover- und die Niedersachsenflagge hoch.

Niklas:
Genau. Also die zwei Minuten werden auf jeden Fall grandios.

Bill:
Vielleicht erkennt ja der ein oder andere seine Heimatstrafle.

Niko:
Oder seinen Heimatkiosk.

Rockszene.de:
Das klingt natürlich ziemlich gut. "Mich kann nur Liebe retten" wurde von Annette Humpe von Ich + Ich geschrieben. Wie sah das aus, habt ihr euch getroffen und zusammengesetzt, um den Song zu schreiben oder wie lief das ab?

Niko:
Nein. Vor etwa drei Jahren haben wir den Song bekommen, weil einmal geschaut werden sollte, was so möglich ist mit Ich Kann Fliegen und ob wir auch so einen Song verarbeiten können. Uns wurde dann die Demo zugesendet und wir haben dann wochenlang an dem Song gearbeitet und ihn auch aufgenommen. Allerdings waren wir mit unserer Version dann nicht so zufrieden, deswegen war er ursprünglich nicht auf dem Album.
Jetzt haben wir den Song noch einmal in einer ganz anderen Version aufgenommen und sind sehr zufrieden. Er passt ja auch wirklich sehr gut zum Album und deswegen sind wir sehr froh, dass wir den Song haben, weil er das Album ganz gut beschreibt. Der Text ist eine schöne Zusammenfassung von den restlichen Songs auf dem Album.

Rockszene.de:
Also habt ihr nicht das Gefühl, dass ihr lieber einen Song genommen hättet, den ihr komplett selber geschrieben habt.

Niko:
Nee. Das wäre irgendwo auch schön gewesen, mit einem eigenen Song anzutreten, aber es macht schon sehr Sinn, weil der Song das Album wirklich einmal komplett zusammenfasst.

Bill:
Und es ist einfach ein guter Song! Wir ärgern uns da nicht.

Niko:
Es ist eine Hymne an die Nächstenliebe und deswegen sind wir froh darauf, ihn zu haben.

Rockszene.de:
Wie würdet ihr den Song und den Zusammenhang zwischen Song und Video für euch interpretieren?

Niko:
Die Ursprungsidee von dem Regisseur war, dass der Song ja eine Geschichte erzählt. Die Strophen sind ja einfach eine Geschichte, die man normalerweise einfach - wie jeder wahrscheinlich gedacht hätte - eins zu eins nachspielt. Das wäre alles sehr urban und einfach gewesen. Aber wir wollten etwas nicht Urbanes daraus machen. Man hört den Song und es passiert etwas ganz anderes. Man ist drauflen auf dem Land und es war sehr spannend für mich, das Ganze umzusetzen. Ich glaube zehn von elf Regisseuren hätten einfach die Story nachgespielt.

Niklas:
Was da auch gar nicht rüberkommen würde, wäre die Message, dass es nicht nur um Beziehungen geht. Wenn man jetzt nur das Lied hört und in dem Video sieht, wie ein Typ mit seinem Partner durch die Gegend geht, dann gibt es gar keine Ebene in dem Song, die wir am Text cool fanden. Dass es eben allgemein um Liebe geht, zur Familie und auch anderen Sachen. Auch durch den Chor und den Tieren, die dann zufällig Pferde waren, weil die auch noch gut aussehen (lacht).

Bill:
Wir wollten in dem Video einfach nicht die Aussage des Songs nochmal in Bilder fassen, sondern die Message und das Gefühl, das der Song rüberbringen soll, darstellen.

Niko:
Genau. Ansonsten wäre es so ein Video geworden: ich oder einer aus der Band oder ein Schauspieler läuft durch die Straflen, am Ende trifft er ein Mädchen, weil die Liebe ihn gerettet hat und fertig ist der Lack. Das war uns zu banal. Das wollten wir damit nicht ausrücken.

Rockszene.de:
Hat es denn einen besonderen Hintergrund, dass ihr zum Beispiel Dreck im Gesicht habt?

Niko:
Das war einfach der Stil des Videos. Es war die Idee, das so ein bisschen 30er Jahre-mäflig zu machen, in Arbeiterklamotten, und wir haben dann den Tag Outdoor im Wald verbracht und da wird man halt ein bisschen schmutzig.

Niklas:
Im Endeffekt war es einfach eine optische Sache, wir wussten ja schon ungefähr wie wir das Video haben wollen und dass wir es nicht unbedingt so haben wollen, dass einfach eins zu eins abgefilmt wird was im Text passiert. Dann gab es verschiedene Vorschläge von Regisseuren die probiert haben, sich ein visuelles Bild zu machen. Und unser Regisseur hat es so gesehen und wir fanden es super. Und wenn man im Wald ist und der Chor durchs Unterholz zieht, dann wird man dabei eben dreckig.

Niko:
Das war im Endeffekt sogar sehr praktisch, weil sonst wird man bei Videos alle zehn Minuten nachgeschminkt und schwitzt und sonst etwas. So war es cool, es wurde alle zehn Minuten mal der Dreck aufgefrischt und es war egal, dass man morgens um vier rote Augen hatte und müde war. Da kam dann nur "oh Moment, da stimmt was nicht!" und man hat noch einmal eine Ladung Dreck ins Gesicht bekommen.

Rockszene.de:
Cool, dann durftet ihr euch also zwischendurch einfach mal hinwerfen und im Dreck suhlen. Seht ihr euer Image generell eher als "nette Jungs von Nebenan" und Naturburschen?

Bill:
Also Naturburschen sind wir nicht, aber wir wollen auf jeden Fall nicht abgehoben oder wie Arschlöcher rüberkommen. Das sind wir alle nicht und so wollen wir auch nicht rüberkommen.

Niko:
Genau. Wir sind einfach keine unnahbaren Leute so wie es bei manchen Bands der Fall ist, wir sind einfach vier Jungs aus Hannover und das soll auch so bleiben.

Niklas:
Das ist weniger Image als das was wir sind. Also es hat sich jetzt keiner überlegt, dass wir jetzt eigentlich ziemlich nett sein müssen und das so und so machen, sondern wir sind einfach so wie wir sind. Da hat sich jetzt keiner ein Konzept überlegt.

Rockszene.de:
Euer Album wurde bereits letztes Jahr aufgenommen. Wieso erscheint es erst jetzt?

Niko:
Der Termin wurde ein paar Mal verschoben. Das hatte natürlich strategische Gründe, aber auch Zeitgründe. Einige Sachen waren noch nicht ganz fertig. Es wurde letztes Jahr aufgenommen und dann hat sich alles noch etwas verzögert, weil ich zum Beispiel an einigen Stellen mit dem Gesang noch nicht ganz zufrieden war. Das wurde dann noch einmal neu aufgenommen. Dann war es schon Sommer und bevor das Album rauskommt, mussten wir noch eine Single veröffentlichen. Das wurde dann auch alles verschoben.

Niklas:
Und dann war schon in Aussicht, dass man die Jennifer Rostock Tour mitspielen kann und daraufhin haben wir uns zusammen mit der Plattenfirma gedacht, dass es viel mehr Sinn macht, es nach der Tour rauszubringen.

Niko:
Dieses Jahr wollten wir es dann nach der zweiten Tour rausbringen, im März/April. Aber es ist ja schon sinniger, es zum Bundesvision Song Contest rauszubringen, weil wir da ja glücklicherweise einem groflen, breiten Publikum vorgestellt werden. Das war dann der grofle strategische Grund. Es wird jetzt aber definitiv am 14. September rauskommen und man kann es sogar schon vorbestellen. Aber es macht schon Sinn es jetzt rauszubringen, wenn man gröflere mediale Aufmerksamkeit genieflt.

Niklas:
Es ist dann natürlich immer eine schwere Entscheidung. Wir machen das jetzt schon seit sechs Jahren und es ist noch nie ein Album rausgekommen und man hat sich zwischendurch schon gedacht "Man, das kann doch nicht wahr sein, dass der Termin schon wieder um drei Monate verschoben wird!".

Bill:
Letztendlich kann man so etwas nicht selber entscheiden, oder es wäre dumm das selber entscheiden zu wollen, denn genau wegen solchen Sachen geht man zu einer Plattenfirma, weil dort Leute arbeiten, die mehr Ahnung haben als man selber. In gewisser Weise muss man denen dann einfach vertrauen, dass sie diese Ahnung auch haben, ansonsten kann man nicht mit ihnen zusammenarbeiten. Und wenn die sagen "Wir verschieben das Album, das ist besser!", kann man ihnen in dieser Hinsicht nur vertrauen.

Niko:
Und in einer gewissen Hinsicht hat es wie gesagt auch etwas Schönes: da es uns seit sechs Jahren gibt sind auch sechs Jahre Bandgeschichte auf dem Album. Da ist zum Beispiel ein Song drauf, den ich noch für meine alte Band auf Englisch geschrieben habe und das war der erste Song den wir gemacht haben, als wir uns das allererste Mal im Proberaum getroffen haben. Der ist jetzt zum Beispiel auch mit auf dem Album.

Rockszene.de:
Um welchen Song handelt es sich dabei? Und singst du den Song auf dem Album auf Deutsch oder Englisch?

Niko:
Das ist "Achtung, Traumwelt", also ein echter Ich Kann Fliegen-Klassiker. Den haben wir jetzt natürlich auf Deutsch übersetzt. Paul (Gitarrist+Sänger, bei diesem Interview nicht dabei-d.Verf.) und ich hatten früher noch eine andere Band und den Song hatte ich noch rumliegen und wir wollten spontan etwas Neues machen. Da nimmt man natürlich die Sachen, die man rumliegen hat. Das hätte man natürlich nicht gedacht, dass das, was man da auf der Couch geschrieben hat, sechs Jahre später auf ein Album kommt. Das ist schon schön.

Niklas:
Und das Gute ist: man hat gleich schon Songs für das zweite Album, wenn man schon so viel geschrieben hat.

Niko:
Genau. Schnallt euch an, liebe Leser! (lacht)

Niklas:
Es ist ja meistens so, dass man viel zu viele Songs hat. Und wenn dann jeder zehn Songs nennen soll, die auf das Album kommen, dann war man Bandintern schon bei etwa 20. Und wenn man dann noch die Plattenfirma, das Management und alle die irgendwie wichtig sind und Ahnung haben dazu nimmt, ist man bei 30 von 50.

Niko:
Ich finde das cool, ich bin Fan. Leute die uns schon seit den Anfangszeiten kennen werden sich freuen und denken "Hey, den Song kenne ich doch von früher, cool, dass er mit drauf gekommen ist und nicht nur die neuen Sachen!" und andere Leute freuen sich, dass da etwas Schönes und Neues kommt, was man noch nicht kennt. Das finde ich im Endeffekt sehr toll.

Rockszene.de:
Klingt gut! Habt ihr jetzt eigentlich jeden Tag so ein richtig strammes Programm? Wie sehen eure Tage in Zukunft aus?

Niklas:
Je näher der Tag, beziehungsweise Tv Total und der Bundesvision Song Contest, rückt, desto mehr mehren sich die Mails mit Interviewterminen, Tv-Aufzeichnungen und so, also da merkt man deutlich, dass man schon mehr zu tun hat.

Niko:
Die Tour kommt ja auch Ende Oktober. Unsere allererste Tour quer durch Deutschland und da muss natürlich einiges geplant werden. Da fängt man natürlich jetzt schon mit an, beziehungsweise hat schon angefangen. Man hat jeden Tag etwas damit zu tun.

Rockszene.de:
Habt ihr schon einen Support für eure Tour?

Niko:
Jein, es ist so, dass es unsere erste Eigentour ist und wir haben die letzten Jahre immer andere Bands supportet oder haben uns bei anderen Bands beworben. Und jetzt ist es tatsächlich so, dass man Zusendungen von überall her bekommt, dass Leute mit uns spielen wollen. Das ist natürlich sehr schön. Wir haben alles schon einmal durchgehört und Montag setzen wir uns alle zusammen und gucken noch einmal ganz genau.

Es ist aber leider noch nicht ganz raus, ob wir eine Band für die ganze Tour mitnehmen, ob wir Lokalbands dazu nehmen oder ob wir beides machen, um auch Lokalbands die Möglichkeit zu geben mitzuspielen. Das wissen wir selber noch gar nicht. Das versuchen wir so langfristig wie möglich vorher zu machen. Das ist aber schwierig, das wissen wir selber. Bei uns war es oft so, dass man eine Woche vorher angerufen wurde und gesagt wird "Ach hier, ihr könnt hier die Tour mitspielen.". Wir wollen versuchen das den anderen Bands, die netterweise mit uns mitspielen, zu ersparen. Wir können aber noch nicht genau sagen, wer wann wo mitkommt.

Rockszene.de:
Aber ihr dürft schon selbst entscheiden, wer mit euch mitspielt.

Niko:
Ja, wir sind die einzigen, die entscheiden.

Niklas:
Es gibt natürlich immer mal Vorschläge was gut passen würde, aber wir überlegen uns das und entscheiden welche Band mitkommt und dann kommt die Band mit. Ich meine, viele Leute können sagen "Nehmt mal den oder den mit!", im Endeffekt sind es ja wir, die mit den Leuten Spafl haben wollen und dann muss man auch die Leute mitnehmen, die man cool findet und die man selber als Musiker gut findet. Damit man dann auch drei Wochen lang Spafl hat.

Niko:
Da es unsere erste eigene Tour ist, soll es besonders gut sein. Es wird zwar nicht die letzte Tour sein, aber man muss sie eigentlich so behandeln, als wäre es die letzte, damit man sich da einfach wunderschöne drei bis vier Wochen macht.

Rockszene.de:
Habt ihr für eure Tour eine Bühnenshow geplant?

Niko:
Also wir haben weder eine Setlist noch sonst etwas gemacht. Wir haben überlegt, dass wir mit Licht arbeiten wollen. Ein guter Kumpel von uns möchte gerne mitkommen und hat Zeit und den wollen wir natürlich mitnehmen. Da muss man natürlich schauen was so in den Clubs möglich ist, in denen wir spielen.

Niklas:
Also der gute Kumpel macht das Licht, der ist Lichtmann.

Niko:
Genau. Also, ich glaube nicht, dass da jetzt Leute auf der Bühne rumtanzen werden. Wir wollen schon das was wir die letzten sechs Jahre gemacht haben weiterhin auf die Bühne bringen. Das erwarten die Leute ja glaube ich auch.

Niklas:
Aber gerade weil man ja Songs aus den letzten sechs Jahren spielt wird zwischendurch etwas Kleines geändert, damit auch die Leute, die uns schon öfter gesehen haben, nach der Show denken "Wow, das war cool und die haben sich viele Gedanken gemacht und einen Song vielleicht mal anders gespielt."

Niko:
Da sind wir natürlich am meisten auf die Show im Musikzentrum am 26. Oktober in Hannover gespannt. Da muss was passieren, da muss auf jeden Fall auf die Kacke gehauen werden.

Niklas:
Da fangen wir gerade an zu planen, der Bundesvision Song Contest ist ja nur drei Wochen vor der Tour.

Niko:
Das ist echt cool, wir haben schon so oft und überall in Hannover gespielt und jetzt hängt unser Tourplakat direkt vor meiner Tür! Das ist super!

Rockszene.de:
Wisst ihr schon wie ihr auf eurer Tour reisen werdet? Habt ihr einen Nightliner?

Niko:
Sprinter, wir fahren in einem Sprinter durch die Gegend. Wir fahren auch selbst.

Rockszene.de:
Und schlaft dann in Hotels?

Niko:
Ja, je nachdem. Die letzten Touren haben wir immer in WGs gepennt. Privat geguckt wer wen kennt. Und weil man immer zu sechst unterwegs war kannte irgendwer immer wen und dann haben wir wirklich jedes Mal privat gepennt. Das wird dieses Jahr bestimmt auch wieder mal passieren.

Niklas:
Der Luxus der eigenen Tour ist wirklich, dass wir in einem Hotel pennen.

Niko:
Obwohl, Luxus ist auch wieder anders. Ich finde es manchmal viel anstrengender im Hotel zu pennen. Es ist einfach schön, sich in einer WG abzulegen und Leute kennenzulernen und vor allem die Stadt ganz anders kennenzulernen. In ein paar Clubs selber kann man auch pennen. Aber ansonsten werden wir ganz normal im Sprinter unterwegs sein.

Rockszene.de:
Okay, dann war es das auch schon von meiner Seite aus. Vielen Dank für das Interview!

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