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Gute Stimmung bei der Band KAAK: Sänger Leon (2.v.l.) stand uns im Interview Rede und Antwort.

Die Superfleißigen

Ein Interview mit der Band KAAK aus Hannover

12.02.2021, Von: Andreas Haug, Foto(s): Dennis Hörtinger

Zwölf Songs und zwölf Videos in zwölf Monaten. Direkt hintereinander weg. Dazu jüngst ein Live-Streaming-Gig als musikalische Hannover-Repräsentanten bei einem weltweiten NAMM-Show-Online-Event und stetige Aktionen auf Social-Media-Kanälen: Die Alternative-Rock-und Post-Hardcore-Band KAAK zählt zu den außergewöhnlich produktiven Vertretern ihrer Zunft. Im D.I.Y.-Modus haben Leon Kaack, Tobias Lammers, Simon Lorenz und Markus Ottenberg in den vergangenen Monaten für viel Aufmerksamkeit und positiven Wirbel gesorgt. Wenn es jetzt nur noch Auftritte geben würden. Wir hatten die Gelegenheit zu einem ausführlichen Interview mit Sänger Leon, der uns viele Einblicke in die Welt von KAAK gibt.

Rockszene.de: Hallo Leon, wie geht es dir derzeit im Lockdown, was macht du so und was läuft ganz aktuell bei KAAK, schreibt ihr wieder eifrig neue Songs?

Leon Kaack: Hallo Andreas, grundsätzlich fühle Ich mich gut, Ich genieße die selbstbestimmte Routine und die Konzentration, die mit dem Zuhausebleiben einhergeht. Ich bin aber auch eh ein Mensch, der gerne Zeit zuhause verbringt, vor allem, weil ich dort immer auch spontan kreativ sein und an Songs arbeiten kann, was ich dann eben auch viel tue. Songs zu schreiben ist quasi meine ultimative Komfortzone, außer natürlich auf der Bühne zu stehen. Proben, Gigs, Konzerte oder zum Musikhören treffen und ein paar Getränke mit den Lieblingsleuten trinken sind auch echt die Dinge, die wir alle sehr vermissen. Wir haben aber zurzeit sowohl mit als auch abseits der Band zum Glück genug zu tun, als dass uns das bisher allzu schlimm zugesetzt hat.

Wie ist die Stimmung bei euch in der Band, eher niedergeschlagen oder hoffnungsvoll?

Grundsätzlich gut, wir haben noch ein paar spannende Sachen geplant für dieses Jahr, haben also eine Perspektive und Ziele und arbeiten darauf hin, diese Sachen auf den Weg zu bringen und dann auch in nicht allzu ferner Zukunft anzukündigen - und diese Pläne sind zum Glück kaum oder nur im krassen Extremfall gefährdet durch die Pandemie. Generell tendiere Ich eher zur emotionalen Achterbahn, was Bandangelegenheiten angeht. Ich bin schnell sehr energetisiert, wenn Dinge klappen und sich gut anfühlen, aber auch schnell extrem niedergeschlagen, wenn das Gegenteil der Fall ist.

Ich versuche dem aber seit einer Weile mit relativ konstanter Arbeit und Planung entgegenzuwirken, und das klappt auch ganz gut. Wenn dann mal was schiefgeht, ist es weniger niederschmetternd, denn man hat das nächste Ziel schon vor Augen. So fühlen sich Schwierigkeiten weniger wie ein Knöchelbruch an und mehr wie ein kleiner Stolperstein.

Ziemlich spektakulär war ja euer Veröffentlichungsmarathon zwischen Herbst 2019 und Herbst 2020. Zwölf Monate – Zwölf Songs – Zwölf Videos. Das habt ihr ja mit großer Disziplin und Zuverlässigkeit durchgezogen. Wie kam es zu dieser Idee und welche Resonanzen gab es?

Die Idee zu konstanteren Releases mit vielen Videos kam zunächst von meiner guten Kollegin Alina Bach und wurde von meinen Kumpel Dennis Hörtinger, der auch bei fast allen Videos Regie geführt und mich im gesamten Management der Band und des Releasemarathons in den letzten zwei Jahren unterstützt und motiviert hat, zu dem weiterentwickelt, was dann da passiert ist. Die Resonanzen waren grundsätzlich gut, wir konnten ein bisschen auf uns aufmerksam machen, und das war ja auch das Ziel dieser Aktion.

Besonders schön waren die Reaktionen von den Leuten, ob Musiker oder Hörerinnen und Hörer, die im Verlauf der Aktion auf uns gestoßen sind, das dann aufmerksam mitverfolgt haben und jetzt unsere Musik hören und mögen. Jede Nachricht und jeder Kommentar in diese Richtung ist ein Riesenkompliment und ein großer Motivationsschub! Aber natürlich gab es auch aus dem Kollegenkreis hier in Hannover viele nette Worte und anerkennende Worte, die natürlich sehr gut tun, wenn man so viel investiert.

Du hast mir letztes Jahr in einem Gespräch erzählt, dass ihr diese Veröffentlichungskampagne genau ausgewertet habt. Manche Sachen seien sehr gut gelaufen, manche weniger. Auf jeden Fall hättet ihr viel daraus an Erfahrungen mitgenommen und gelernt. Kannst du kurz zusammenfassen, welche Erkenntnisse das waren?

Darüber könnte ich ein Buch schreiben! Ein Album aufzunehmen, zwölf Videos zu konzeptionieren, das Team zusammenzubauen und zu motivieren, die Drehs zu organisieren, Post-Produktion von Bild und Ton betreuen, ein Jahr lang täglich auf Instagram zu posten und zu jedem einzelnen Single-Release Social-Ad-Kampagnen und Blog-Promotion zu betreiben - das kostet eine ganz schöne Menge Zeit, Nerven, Energie und Geld. Ich habe so aber eben auch gelernt, was DIY-Management bedeutet, wie Promotion im Internet so funktioniert, vieles über Musikvideos verstanden und wir haben als Band einiges über Teamarbeit und Kommunikation gelernt.

Was wir allerdings auch verstanden haben, ist, dass Quantität eben nicht alles ist. Wir sind extrem stolz auf diese Aktion, auf jedes einzelne Video und nach wie vor auch auf das Album, dass wir da aufgenommen haben. Aber nur weil man zwölf Videosingles am Stück raushaut, heißt das eben noch nicht, dass Leute einen deshalb entdecken, oder automatisch interessant oder gut finden. Einige Leute sind darüber auf uns aufmerksam geworden, und das ist natürlich super, letztendlich connecten aber immer noch die meisten mit uns über die Musik, und das ist natürlich eine schöne Erkenntnis, denn darum geht es ja eigentlich.

Gleichzeitig haben wir auch zu spüren bekommen, dass reine Internet-Promotion eben nicht die ganze Antwort auf die Frage ist, wie man sich als Band eine Fanbase aufbaut. Während des Releasemarathons auch von der Bühne aus die Menschen abzuholen und für uns zu begeistern, hätte nicht nur mehr Spaß gemacht, sondern der ganzen Sache wahrscheinlich nochmal eine andere Dynamik verliehen, aber da hat es uns eben genau wie allen anderen einen Strich durch die Rechnung gemacht.

Bevor ihr mit KAAK an den Start gegangen seid, hattet ihr euch als Boy Adam bereits in der hannoverschen Musikszene einen Namen gemacht, mit englischsprachigem Alternative-Rock auch live überzeugt. Wie kam der stilistische Wandel, hin zum Post-Hardcore mit deutschen Texten?

Mit meiner Entscheidung, auf Deutsch texten zu wollen, wurde ein intensiverer Dialog darüber angestoßen, wie wir eigentlich klingen wollen, denn wir wollten nicht zu den Toten Hosen werden. Wir wollten im Vergleich zu unseren älteren Songs noch rauer, härter und darin konsequenter werden. Meist haben wir uns dann, wenn wir vor einer musikalischen Entscheidung standen, im Zweifel für die härtere oder sperrigere Möglichkeit entschieden. Das fing an beim Sound der Bass-Drum und ging durch bis zur Auswahl des Gesangstakes. In diesen vielen kleinen Details ergibt sich dann, glaube ich, dieser leichte stilistische Shift, der uns ein bisschen aus dem typischen amerikanischen Alternative-Rock-Sound rausgeholt hat.

Angestoßen wurde das, denke ich, auch durch meine Hörgewohnheiten zu der Zeit. Ich habe deutschen Post-Hardcore für mich entdeckt und auch generell mehr Hardcore und Punk gehört, weil mir die üblichen Ami-Rock-Bands irgendwie langweilig und zu leicht verdaulich waren, nachdem ich das jahrelang rauf- und runtergehört hatte und gleichzeitig immer mehr zu schätzen wusste, wenn Musik mich beim Hören herausfordert und mit Konventionen bricht, und das fließt dann eben auch automatisch ein in die Musik, die man macht.

Die Entwicklung ging im Vergleich zu anderen Bands sehr schnell. Es waren ruckzuck viele neue Songs am Start und überhaupt habt ihr kreativ einen großen Output. Wie schreibt man so schnell Songs oder waren die schon länger da?

Viele Songs gab es schon länger. Der Prozess lief so, dass wir wussten, dass wir ein Album machen wollten und so ungefähr fünf bis sieben unveröffentlichte Songs parat hatten, da waren wir noch auf Englisch unterwegs. Während wir angefangen haben, noch mehr Songs für das Album zu schreiben, hat sich die Idee zum Sprachwechsel herauskristallisiert. Also wurden erst nur die Playbacks aufgenommen und ich habe mich danach an die Texte und Melodien gesetzt, zu einigen Songs gab es bis dahin nur grobe Ideen zu Melodie und Text. Ungefähr die Hälfte der Songs wurde „umgeschrieben“ von englisch auf Deutsch, der Rest ist vollständig neu entstanden. Tatsächlich hat nur einer der englischen Songs sein Thema, seinen Inhalt und seinen Namen behalten, das war „TIC TAC TOE.“

Dann habt ihr jeden Monat ein Video veröffentlicht. Wie schafft man dieses Pensum, soviel in so kurzer Zeit zu produzieren? Andere benötigen für die Aufnahmen eines Songs, die Organisation eines Videodrehs mit Team, Location und allem Drum und Dran sowie der Post-Production mehrere Monate

Die haben wir auch gebraucht, man hat es, glaube ich, nur nicht so richtig mitbekommen. Wir haben die Videos in Wochenendblöcken gedreht, vorher in der Regel zwei bis drei Monate lang geplant und organisiert, um dann an einem Wochenende zwischen zwei und fünf Videos zu drehen. Wir hatten von Juli 2019 bis Mitte 2020 insgesamt vier Wochenendblöcke und insgesamt bestimmt fast 30 an den Videos beteiligte Personen. Wir haben Mitte 2018 angefangen, aufzunehmen, die Instrumentals waren im Frühjahr 2019 fertig produziert, die Vocals kamen nach und nach dazu und die Reihenfolge, in der wir die Videos gedreht und veröffentlicht haben, wurde letztendlich mehr oder weniger davon bestimmt, welche Texte fertig waren, denn das Texten lief zu einem großen Teil parallel zum Videodrehen, Veröffentlichen und Promoten.

Gibt es Themen die dich und euch als Songschreiber besonders beschäftigen, woher nehmt ihr eure Inspirationen und gibt es einen roten Faden, der sich um die Songs und die Musik von KAAK spinnt?

Ich hatte bisher noch nie ein festes Konzept beim Texten, obwohl ich glaube, sehr gerne irgendwann mal ein Konzeptalbum schreiben zu wollen. So ist es auch bei unserem ersten Album, rückblickend habe ich aber festgestellt, wie präsent das Thema Selbstinszenierung. Die Erwartungen an die eigene Außenwirkung und das Beobachten von Fremden wie von Freunden, wie sie sich in ihrer Selbstinszenierung oder auch ihrem Selbstmitleid verlieren, hat mich emotional sehr umgetrieben. Das ist zwar nicht das einzige Thema in den zwölf Songs, aber zieht sich, denke ich, schon als Grundstimmung durch. Beeinflussen kann ich aber in der Regel nicht wirklich, was aus mir an Musik und Songs herauskommt. Das kommt dann raus, wenn es raus will und auch wie es will.

Ihr wart im Rahmen des weltweiten NAMM-Show-Streamings kürzlich einer von drei Acts, der nicht nur Hannover, sondern gleich Deutschland im Rahmen dieses Online-Events vertreten hat. Wie war das für euch, diesen Streaming-Gig zu spielen?

Das war komplett geil! Zusammen zu spielen, die Lautstärke auf der Bühne, die Leute vor Ort zu treffen, das Bier und die Zigarette danach mit der Crew aus der Location - alles mit gesundem Abstand natürlich – und sogar das Ein- und Ausladen und der Nackenmuskelkater haben Spaß gemacht. So ungewohnt es war, hat es mich echt daran erinnert, warum man das alles eigentlich macht. Und nebenbei auf der digitalen NAMM als für Deutschland repräsentativer Act zu spielen, ist natürlich ein großes Kompliment.


Sind professionell organisierte Streaming-Gigs für euch eine gangbare Option für die Zukunft oder kribbelt es auch bei euch massiv im Bauch, baldmöglichst wieder vor real anwesendem Publikum zu spielen?

Klar kribbelt es bei uns. Ich bin gespannt, ob und inwiefern das Format Live-Stream jetzt im weiteren Verlauf der Pandemie noch kreativer und künstlerischer konzeptioniert oder verändert wird, es gibt ja gerade in „künstlerischen“ Gefilden der internationalen Musikszene immer wieder solche Künstler, die sich sowas dann so zu eigen machen. Ich frage mich zum Beispiel, ob so Leute wie Damon Albarn, Radiohead oder Björk im kommenden Jahr vielleicht noch irgendetwas Abgefahrenes raushauen.

 Ansonsten fühlen sich die Streaming-Konzerte für mich eher nach einer Übergangslösung an und bietet Gelegenheit für die Szene, ihren Künstlern durch die Krise zu helfen. Es ist aber mit Sicherheit kein Ersatz. Die Erfahrung, auf der Couch ein Konzert zu streamen, hat faktisch nichts mit einer echten Show zu tun, außer den Songs. Das ist ein bisschen wie der Vergleich von Tofu zu Fleisch. Wenn du einem leidenschaftlichen Bratwurstfan ein Stück Tofu als Ersatz andrehen willst, dann funktioniert das nicht. Es kann natürlich total lecker sein, wenn man sich ein bisschen Mühe damit gibt, aber es ist einfach etwas komplett anderes.

Wie schätzt du den Re-Start von Konzerten ein? Wird es eine Rückkehr zu prall gefüllten Clubs mit ausgelassen feierndem und singendem Publikum, vollen Hallen und großen Freiluft-Festival mit dicht gedrängt stehenden oder gar pogenden Menschen in den ersten Reihen oder Moshpits geben?

Schwer zu sagen, Ich möchte mir ehrlich gesagt ungern anmaßen, da eine zuverlässige Prognose abzugeben, dazu stecke ich leider nicht tief genug in der Veranstalter-Szene, um zum Beispiel ein Gefühl für deren Gedanken und Pläne zu haben. Ich kann nur von mir selbst sagen, dass ich, wenn es wieder die Möglichkeit dazu gäbe, nicht anders könnte, als stark angetrunken, mit blauen Flecken übersät, komplett verschwitzt, im gerade erworbenen Bandshirt, einer Platte unter dem einen Arm und einem guten Kumpel im anderen, aus dem Béi Chéz Heinz zu mir nach Hause zu torkeln. Und ich vermute mal, dass viele Leute auch so drauf sind. Ich grinse schon total blöd vor mich hin, wenn Ich da nur dran denke.

Könntest du dir vorstellen, dass es aufgrund des nun schon so lange andauernden Distanz-Verhaltens viele Menschen eher als sehr unangenehm empfinden könnten, sich zu Shows in volle Venues zu begeben und sich dort aufzuhalten? Ich habe mit einigen Leuten gesprochen, für die schon frühere Fotos oder Fernsehbilder mit vielen Menschen in Straßen, auf Plätzen oder anderswo, seit Monaten sehr irritierend wirken.

Klar, kann ich mir sehr gut vorstellen und auch gut verstehen. Die soziale Isolation kann ja auch etwas Beruhigendes und Besinnendes haben, was dann so eine intensive soziale Erfahrung wiederum zur Reizüberflutung werden lassen kann, wenn man das nicht mehr gewohnt ist. Ich kriege schon seit Jahren eine halbe Krise, wenn ich mich in vollen Innenstädten aufhalte, die aber mittlerweile zu einem vollständigen innerlichen Wutausbruch herangewachsen ist.

Gibt es aus deiner Sicht eine Alternative zur Rückkehr zu früheren Konzert-und Festivalveranstaltungen mit all den jahrzehntelang bekannten Konzepten, Angeboten und gelebten Abläufen oder siehst du die Möglichkeit, Musik –auch live – anders erlebbar zu machen?

Puh, da fragst du mich was. Wenn ich es wüsste, würde Ich jetzt gerade mit Veranstalterinnen und Veranstaltern telefonieren und das organisieren. Ich bin grundsätzlich natürlich immer offen für neue Ideen, aber hänge auch sehr an den bisher üblichen Konzertformen, weil das so sehr Teil meiner und unserer Identität als Band ist. Vielleicht wird die Palette an Möglichkeiten ja ein bisschen erweitert, das wäre ja in keinem Fall verkehrt. Allerdings mache ich mir so langsam immer ernsthaftere Sorgen, was die gesamte Veranstaltungsbranche und die Infrastruktur dahinter angeht. Wenn es so weitergeht wie bisher, und aktuell sieht ja es leider danach aus, sehe ich gerade die kleineren Clubs, Veranstalterinnen und Veranstalter, in deren Sphären wir uns bewegen, in sehr großer Gefahr, und damit auch die Lebendigkeit der gesamten Musikszene.

Ich will mir auch hier nicht anmaßen, die perfekte Lösung für dieses Problem zu kennen oder einzelnen Politikerinnen und Politikern die Schuld daran anzukreiden, aber Ich habe schon das Gefühl, dass die Kulturbranche seit Beginn der Pandemie ohne viel Zögern auf die lange Bank geschoben wird. Das gilt sowohl für Beschränkungen, als auch für finanzielle Hilfen und vor allem im Verhältnis dazu, wie viel Mühe sich Veranstalterinnen, Veranstalter und Locations von Anfang an mit Hygienekonzepten und alternativen Formaten gegeben haben.

Empfindet ihr die weiter andauernde Situation auch für euch als Band und persönlich bedrohlich?

Das löst schon echt Sorge und Frustration aus bei mir, obwohl ich selber glücklicherweise nicht finanziell bedroht bin von diesen Umständen. Unser Bassist Simon zum Beispiel musste als hauptberuflicher Bühnenmusiker allerdings echt kämpfen und sich beruflich komplett umstellen, auch Markus hat es relativ hart getroffen und Tobias als Mitarbeiter einer Veranstaltungsagentur hat die Krise ebenfalls stark zu spüren bekommen.

Habt ihr als so fleißige und produktive DIY-Band noch Zeit für andere Dinge neben der Musik? Was macht ihr, wenn ihr mal gerade nicht schreibt, probt, aufnehmt und den Orga-/Marketing-Betrieb am Laufen habt?

Da ich den Mammutanteil der Management-Arbeit erledige, fließt da natürlich schon eine Menge meiner Zeit rein, aber Ich habe dank unserer letzten zwei Jahre auch gelernt, diese Dinge zu strukturieren und schneller zu erledigen, so dass Zeit für andere Sachen bleibt. Sonst geht auch irgendwann die Inspiration flöten. Ich koche zum Beispiel extrem gerne und viel, durch den Lockdown sogar noch mehr als sonst, Tobi und Simon machen beide sehr viel Sport und Markus verbringt durch seinen Master-Studiengang auch neben der Band extrem viel Zeit an seiner Gitarre.

Dein und euer Wunsch für die nahe Zukunft und auch darüber hinaus?

Die offensichtlichen Dinge sind natürlich, wieder Konzerte zu spielen und auf Konzerte gehen zu können. Wir haben seit Sommer 2019 so viel für unsere digitale Präsenz getan, aber wir konnten uns als KAAK bisher kaum auf der Bühne zeigen und die Leute, die uns jetzt über das Internet entdeckt haben, auch endlich mal kennenlernen. Darauf freuen wir uns sehr, wenn das wieder möglich ist. Und darüber hinaus wünsche ich mir für die gesamte Live-Branche und auch alle anderen Menschen endlich ein einigermaßen kalkulierbares Licht am Ende des Tunnels, damit die Motivation bleibt, um diese immer länger werdende Durststrecke irgendwie durchzustehen!


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