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Cassandra Steen findet: Talent und Seele ist gleich Magie.

Talent + Seele = Magie

Im Gespräch mit Cassandra Steen

08.09.2018, Von: Sabrina Kleinertz, Foto(s): Me Chuthai

Bei Songs wie „Stadt“ oder „Eine Sprache“ bewies Cassandra Steen, wie gut die Zusammenarbeit zwischen Musikern funktionieren kann und tauchte damit in den Charts und in Radiosendungen auf. Die Sängerin mit amerikanischer Staatsbürgerschaft verzaubert mit ihrer souligen Stimme regelmäßig ihr Publikum und geht zum Ende des Jahres auf Unplugged-Weihnachstour durch Deutschland. Im Februar folgt die dritte Glashaus Tour zum Album „Kraft“. Wir trafen Cassandra Steen zum Interview über Talent, Leidenschaft und Familie.

Rockszene: Du hast musikalisch schon einige Zusammenarbeiten gemacht – Was ist dir davon besonders in Erinnerung geblieben und was nimmt man aus solchen Projekten mit?

Cassandra Steen:
Wenn man mit anderen Künstlern zusammen arbeitet, dann braucht es vor allem Offenheit. Man lernt immer wieder von seinen Kollegen und lernt neue Wege kennen, um an ein Lied heranzugehen.

Hast du Rituale, bevor du auf die Bühne gehst?

Nein, Rituale habe ich nicht. Ich trinke je nach Wetterlage vielleicht mal einen Tee vor der Show, aber ich habe keine bestimmten Handgriffe oder Situationen, die ich vor jeder Show mache. Aber Lampenfieber habe ich dennoch jedes Mal (lacht), da das Publikum und die Atmosphäre immer anders sind. Ich will den Erwartungen der Zuschauer gerecht werden.

Was glaubst du ist wichtiger, um als Künstler erfolgreich zu werden: Talent oder Leidenschaft?

Das ist eine interessante Frage, über die ich mich erst vor kurzem mit jemandem unterhalten habe. Allerdings war die Wortwahl anders. Ich würde das Wort „Leidenschaft“ gegen das Wort „Seele“ austauschen. Für mich ist dann Talent plus Seele gleich Magie (lacht).

Du bist demnächst Jurymitglied bei den diesjährigen Anchor Awards – Wie beurteilst du dann die Bewerber?

Ich beurteile nach Gefühl. Wenn wir von Technik oder technischem Können reden, dann heißt das für mich, dass man eine Tonleiter oder ein Instrument beherrscht. Wenn man aber beispielsweise an Künstler wie Madonna denkt, dann sprechen wir auch von Leidenschaft. Das gab es auch bei Whitney Houston oder Aretha Franklin – man konnte die Seele hören und spüren. Ein paar meiner Kollegen, die mit mir entscheiden, hatten das Glück, einige dieser großen Künstler und Musiker noch selbst zu erleben.

Welche Rolle spielen Familie und Freunde bei deinem musikalischen Schaffen?

Sie spielen eine große Rolle, vor allem, wenn es darum geht in Songs reinzuhören. Weil sie mich kennen und wissen, wer ich bin, sagen sie mir ehrlich, was sie von einem Projekt halten. Sie haben keinen Druck und wissen, dass die Musik nicht zwingend für einen Radiosender gut sein muss.

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