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Im Interview mit dem Team des SAE Institute in Hannover.

Medienhandwerker ausbilden

Ein Besuch beim SAE Institute in Hannover

05.05.2018, Von: Sabrina Kleinertz, Foto(s): Sabrina Kleinertz

Viele Hannoveraner rätselten in den letzten Monaten über die Baustelle zwischen Steintorkiez und Innenstadt. In das große Gebäude auf dem früheren Großparkplatz ist nun das SAE Institute eingezogen, das Bachelor- und Masterstudien, aber auch Weiterbildungsmöglichkeiten in Bereichen wie Audio, Music Business oder Games anbietet. Auf rund 1.500 Quadratmeter bietet der sogenannte Marstall Quaree Edit-Areas, Regie- und Aufnahmeräume und ein Greenscreen-Studio. Wir trafen uns mit Campusmanager Patrick Beyer, sowie Vadim Schlee (Fachbereich Game & Art), Christian Schlüpner (Fachbereichsleiter Audio) und Nicolai Feuerschütz (Bildungsberater des SAE) zum Interview.

Rockszene: Was haben Sie vor Ihrer Tätigkeit beim SAE gemacht?

Patrick Beyer: Vor meiner Tätigkeit beim SAE Institute war ich Lehrer in Recklinghausen. Dann war ich Coordinator des SAE in Bochum und habe mich dort um die Unterrichtsplanung gekümmert. Jetzt hat es sich eine Stufe weiter nach oben entwickelt und ich gestalte es so, wie ich es für gut empfinde.

Christian Schlüpner:Ich war vorher stellvertretender Fachbereichsleiter für Audio am SAE Institute in Köln und auch Supervisor. Davor war ich Student und Freiberufler.

Nicolai Feuerschütz: Bevor ich hier nach Hannover gekommen bin, habe ich im SAE Institute in Hamburg im Bereich Marketing und Kundenservice gearbeitet, dann wurde ich Bildungsberater im Institute.

Vadim Schlee:Nach meinem Abitur habe ich am SAE Institute in Köln studiert und war später Dozent an vielen verschiedenen Standorten.

Wie kam man auf den Standort Hannover?

Wir haben mit einem Dartpfeil auf eine Landkarte geworfen (lachen) – nein, das ist natürlich nur ein Witz. Gerade im Gebiet um Hannover und dessen Einzugsgebiet haben wir festgestellt, dass es dort nichts gibt, das mit uns vergleichbar ist. Wir haben das Gefühl, dass viele aus der hannoverschen Ecke dort gerne bleiben möchten. Wir wollen uns nicht kanibalisieren, aber wir merken, dass es einen Bedarf gibt.

Was bietet das SAE und an wen richtet sich das Angebot?

Das SAE Institute ist die größte und älteste private Ausbildungsstätte im Medienbereich. Wir bieten hier verschiedene Fachbereiche für Schulabgänger, aber auch für Interessierte, die sich umorientieren möchten und bilden sozusagen Medienhandwerker aus. Wir haben Studenten, die gerade Anfang 20 Jahre sind, aber auch ältere Studenten, die Anfang oder Mitte 40 Jahre alt sind. Man kann mit einem Realschulabschluss bis zum Bachlor-Abschluss kommen, aber auch unser hauseigenes SAE-Diploma machen, das zwar nicht staatlich ist, aber jeder Arbeitgeber aus der Branche weiß damit etwas anzufangen. Insgesamt empfehlen wir den Bachelor, da das Diploma darin bereits enthalten ist.

Zwar sind wir eine private Hochschule, aber wir verstehen uns als Plattform mit einem großem Alumni-Netzwerk, einem Jobportal und Karrierecoaches. Wir wollen aktiv an der Entwicklung unserer Studenten beteiligt sein. Wir sehen uns als SAE Family, in der miteinander kommuniziert wird. Demnächst wird es auch eine Alumni-Convention geben: mit Seminaren, Preisverleihungen und großer Party. Wir wollen kollegial und miteinander leben und duzen uns auch (lachen).

Wie sieht die Ausbildung ganz in der Praxis aus?

Etwa 25 Prozent der Ausbildung bestehen aus Theorie, also Vorlesungen. Aber Dreiviertel bestehen aus Praxisanteilen. Es geht vor allem darum, Erfahrungen zu sammeln und auch Arbeitsproben für das spätere Berufsleben zu erstellen. Wir versuchen auch immer wieder Leute aus dem Business als Dozenten zu gewinnen, damit unsere Studenten von diesem professionellen Workflow lernen können. Die Studenten haben viel freie Zeiteinteilung, um sich selbst zu überlegen, wie sie arbeiten möchten. Man kann das Studium auch mit seinem Nebenjob vereinbaren und sich alles so legen, wie man es braucht. Im Idealfall ist das die Ausnahme und man kann die ganze Zeit hier in den Räumlichkeiten verbringen (lachen).

Welchen Anspruch haben Sie an sich selbst?

Wir haben immer das Motto: Nur wer selbst brennt, der kann andere entzünden. Uns geht es vor allem um die Leidenschaft für das Handwerk. Unser Ziel ist es dabei ganz klar, die besten Absolventen auszubilden.

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externer Link www.sae.edu

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