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Open Water Collective respektive Mars Film drehen nicht nur ihre eigenen Musikvideos selbst, sondern produzieren zuweilen auch für andere Bands, so wie hier für die Hannoveraner/Braunschweiger Band You Silence I Birld (Szene aus dem Musikvideo "Sunri

Stolpern und Laufen lernen

Open Water Collective aus Hannover dreht Videos selbst

13.04.2017, Von: Sabrina Kleinertz, Foto(s): Marsfilm/OWC, Pressefreigabe

Dass die Online-Präsenz für kleine und große Bands heutzutage zunehmend wichtiger wird, zeigt sich auch in den Musikvideos. Stets aufwändiger und ausgefallener sollen die Produktionen werden, doch auf was kommt es vor, während und nach dem Videodreh eigentlich an? Wir haben bei Sebastian, Emily, Björn, Jan-Philip und Felix vom Open Water Collective nachgefragt, denn die fünf Hannoveraner drehen ihr Musikvideos seit ihrer Bandgründung 2013 in Eigenregie und teilweise auch mal für andere Bands, wie etwa für You Silence I Bird.

Rockszene: Warum habt ihr mit dem selbstständigen Dreh von Videos begonnen?

Open Water Collective: Wir wollten Videos machen, aber niemandem mehrere Tausend Euro dafür bezahlen. Also haben wir uns einfach rein gestürzt und sind auch gestolpert (lachen). Aber mit Büchern und dem Ausprobieren haben wir dann laufen gelernt.

Was für Schwierigkeiten gab es dabei?

Anfangs haben wir zu viel Story in jede einzelne Sekunden und jedes einzelne Bild gepackt. Eine passende Location zu finden, ist auch heute nicht immer einfach. Wir haben eine bestimmte Vorstellung, wenn es um die Ästhetik geht und das findet man in und um Hannover nicht immer. Oft denken wir: „Es soll so aussehen wie in diesem Land oder auf diesem Bild“, aber die Landschaft in der Region ist ultra gewöhnlich und hat diese „Tatort“-Optik. Um einen guten Drehplatz zu finden, haben wir sogar mal eine mehrstündige Reise nach Ostdeutschland unternommen – leider erfolglos (lachen).

Welche Tipps könnt ihr anderen Bands geben?

Man muss es mit dem Equipment nicht übertreiben. Schon mit einer Spiegelreflexkamera kann man gute Videos drehen. Außerdem sollte man eher originelle Ideen umsetzten, statt etwas zu kopieren. Es hängt sicherlich auch vom Stil ab, den man spielt, aber wir können es uns auch erlauben, provokante Ideen zu machen. Auch sollte man sich nicht zu viel vornehmen und sich selbst drosseln. Am besten fängt man einfacher an, als man glaubt es zu können. Ansonsten haben wir die Erfahrung gemacht, dass es sich lohnt, bereits eine gute Vorproduktion zu machen. Das erleichtert besonders die Nachproduktion, in der man das Material sichten und schneiden muss.

Wenn das Budget einmal keine Rolle spielen würde, was würdet ihr dann anders machen?

Die Art und Weise, wie wir arbeiten würden wir wohl so lassen. Aber wir würden uns tolle Schauplätze auf der ganzen Welt suchen und unsere Helfer besser entlohnen. Zurzeit sind wir vor allem auf den Gefallen angewiesen, den man uns macht. Solche Drehs sind echte Arbeit und wir schätzen die Hilfe, die wir dabei bekommen, sehr. Also versuchen wir auch, alle so fair wie möglich zu entlohnen und Fahrtkosten und ähnliches zu übernehmen.

Was macht für euch ein gutes Musikvideo aus?

Wenn es eine Atmosphäre schafft und konsequent einem Stil folgt, wird ein Video interessant. Originelle Ideen und ein Storytelling, das überrascht, tragen auch dazu bei. Ansonsten sind die Ideen selbst wichtiger als eine hochauflösende Umsetzung. Wenn man eine geile Idee mit einem Smartphone filmt, kann das sehr spannend sein. Außerdem gibt es viel zu viele Musikvideos, die häufig auch ähnlich sind.

INFO-BOX

Links
externer Link www.openwatercollective.wordpress.com
externer Link www.facebook.com/openwatercollective

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