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In Helene Fischer´s Fußstapfen wollen Vitja treten - selbstverständlich nur, was die Karriere angeht.

In Helene Fischer`s Fußstapfen

Vitja im Interview mit Rockszene

07.08.2015, Von: David Neumeier, Foto: PFA Per Florian Appelgren Photography

Die Metal-/Djentband Vitja hat Anfang des Jahres ihre neue EP "Your Kingdom" veröffentlicht, als Nachfolger vom Debüt "Echoes". Am 29. August spielen Vitja auf dem Break Your Face XXL im MusikZentrum Hannover. Grund für Rockszene.de, vorher einmal mit Gitarrist Vladi über den Zusammenhalt der Band und die musikalische Ausrichtung zu sprechen.

Rockszene.de: Bevor ihr Vitja Anfang 2013 gegründet habt, seid ihr alle bereits in anderen Bands aktiv gewesen. Wieso hattet ihr das Gefühl, dass Vitja ein erfolgreicheres und größeres Projekt wird? Was war anders als bei den vorherigen Bands?

Vladi:Wir kannten uns schon alle vor der Entstehung von Vitja und die Chemie hat einfach bei uns gestimmt. Somit war eine wichtige Basis gegeben und im nächsten Schritt sind wir unserem Bauchgefühl gefolgt. Der Unterschied zu vorherigen Bands war, dass wir Vitja nicht nur als ein Projekt sehen, sondern als unser Baby.

Sowohl die Produktionen als auch das ganze Drumherum wirken nun sehr professionell. Würdet ihr sagen, dass es notwendig oder wichtig war die Erfahrungen in anderen Bands gemacht zu haben, um so auch aus Fehlern lernen zu können?

Natürlich! Man lernt immer aus Fehlern der Vergangenheit. Wir wissen jetzt zum Beispiel, dass man Verträge immer vorher gründlich checken lassen sollte von einem Juristen (lacht). Das Business kann manchmal nämlich ganz schön abgefuckt sein (lacht). Wir setzen unseren Standard für Produktionen hoch und arbeiten nur mit Leuten zusammen, denen wir vertrauen. Das ermöglicht es uns, unsere Ideen professionell umsetzen zu können.

Ihr hattet das Ziel nochmal richtig durchzustarten, habt teilweise sogar eure Jobs deswegen gekündigt. Glaubt ihr, dass ihr langfristig von der Musik leben können werdet?

Wenn Helene Fischer das kann, können wir das auch (lacht).

Eure EP „Your Kingdom“ ist im Februar erschienen. Die neuen Songs bewegen sich eher etwas in Richtung New Metal. Insgesamt wirkt die EP melodischer als das Album. Wie kam es dazu? Und wie war das Feedback von Leuten, die Vitja wegen des Albums mögen?

Wir finden nicht, dass es nach New Metal klingt. Wir sehen es mehr als einen Neustart, aber irgendwie dann doch nicht (lacht). Dieses Jahr war bei uns allen mit beschissenen Schicksalsschlägen gekennzeichnet, sodass wird den Sound der neuen Songs dann so geformt haben, wie sie sind. Der neue Sound kommt gut an. Leute können nun endlich mehr mit uns mitgrooven und die Songs mit in Dave´s Mikro schreien. Ich habe das Gefühl, dass unsere Shows durch die neuen Songs noch intensiver geworden sind. Sowohl für uns als auch für das Publikum.

Vitja besteht aus vier Personen, die sehr auf einer Wellenlänge zu sein scheinen, aber ja doch wie in jeder Band manchmal unterschiedliche Vorstellungen haben dürften. Wie kommt es dann zu solchen - wenn auch leichten – Richtungswechseln? Hat einer die Idee, geht in den Proberaum und sagt „wir sollten das irgendwie anders machen“?

Wir sind wie eine große Familie mit vielen Gegensätzlichkeiten. Dennoch besteht bei uns ein großer Zusammenhalt, wenn irgendwas mal nicht glatt läuft im musikalischen als auch im privaten Leben. Beim Songwriting kann es manchmal ein ganz schönes Chaos werden, da jeder mit seinen Ideen kommt. Nichts desto trotz schaffen wir es dann doch irgendwie auf einen Nenner zu kommen.Wir machen immer das, worauf wir gerade Lust haben. Und in unserem momentanen Schreibflow für Songs haben wir keinen Bock auf ein zweites „Echoes“ [erstes Album der Band – Anm. d. Red.]. Also probieren wir gemeinsam aus, bis wir das finden, was uns kickt.

Anfang des Jahres wart ihr mit Callejon auf Tour. Was ist es für eine Erfahrung mit einer so bekannten Band unterwegs zu sein und vor so vielen Leuten zu spielen?

Es war ein Hammer Erlebnis mit Callejon auf Tour zu sein. Die Jungs sind sehr cool drauf und wir freuen uns jedes Mal, wenn man sich wiedersieht. Callejonfans sind der Shit! Sie haben uns supported und mit uns gefeiert.

Als Vorband hat man ja die Möglichkeit neue Fans für sich zu gewinnen. Andererseits spielt man vor einem Publikum, das eigentlich wegen einer anderen Band da ist und soll ihm aber dennoch einheizen. Wie geht ihr damit um?

Wir spielen unser Set immer mit 110%. Mehr können wir nicht machen. Wir verstellen uns nicht für das Publikum. Wenn du uns nicht magst, ist es also vollkommen okay für uns. Wenn du abgehen willst zu unserer Musik, dann geh ab!

Mit Callejon wart ihr ja auch in Hannover im MusikZentrum. Genau dort spielt ihr Ende August erneut, nämlich beim Break Your Face XXL Festival, bei dem es ein gemischtes Line-Up aus lokalen und überregionalen Bands geben wird. Was haltet ihr von diesem Konzept?

Ein gewisser Mix ist immer interessant. Es ist eine gute Sache, lokalen Bands die Möglichkeit zu geben, sich auf einem Festival zu präsentieren.

Was erwartet ihr von eurem Gig beim Break Your Face XXL und was dürfen Leute, die euch noch nicht kennen, von euch erwarten?

Wir haben schon viel von dem Festival gehört und freuen uns bei diesjährigen Line Up dabei zu sein. Leute die uns noch nicht kennen können sich auf ein tightes Set gefasst machen!

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